Mai 2007

Liebe Einwohnerinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

„Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige, und dennoch ist er entscheidend“. Diese volkstümliche Weisheit wird nicht nur für Bewerbungen immer „gepredigt“, sondern wir alle haben sicherlich schon davon Gebrauch gemacht. Sei es vom neuen Urlaubsort oder von Menschen, denen wir erstmalig begegnen. Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige, und dennoch ist er entscheidend muss man auch annehmen, wenn Gäste, sei es zur Familien- und Ferienstätte Eichsfeld oder zu Bekannten und Verwandten, mit der Bahn nach Uder kommen. Nun hatte ich ja bereits geschrieben, welche Mühen wir auf uns genommen haben, um am Anblick des Empfangsgebäudes etwas zu bewegen. Nach über einem Jahr hat es jetzt einen Besichtigungstermin gegeben, der bestätigt hat, was von Außen schon seit langem sichtbar ist. Das Gebäude verfällt auch Innen und jeder weitere Zeitverzug macht eine spätere Nutzung ohne erheblichen Aufwand immer schwieriger. Nachdem nun zu diesem Termin ein Auto aus Nordhausen und ein Auto aus Erfurt mit den jeweils Verantwortlichen für den Innen- und Außenbereich angebrummt kamen, haben wir diese Tatsache amtlich feststellen können. Fest steht auch, dass die Deutsche Bahn nicht mehr in und an dem Gebäude investieren wird. Fest steht wiederum nicht, wann mit einer Veräußerung zu rechnen ist. Fest steht aber, dass ich Sie über den weiteren Verlauf informieren werde.

Erste Termine wurden bereits festgelegt oder sind in Planung. Die Vorbereitungen für die einzelnen Straßenfeste laufen auf Hochtouren und werden sicherlich wieder mit viel Liebe und detailliert vorbereitet. Damit auch die Gemeinde ein wenig mit eingebunden werden kann, bitte ich meine Kollegen „Schulzen“ doch einmal zu einem Treffen am Dienstag, den 29. Mai um 19.00 Uhr in unser gemeinsames Bürgermeisteramt.     

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Gemeinderat diesmal abzuarbeiten. Der alte Pachtvertrag mit der Katholischen Kirchengemeinde bezüglich des Kindergartens wurde nicht verlängert, sondern durch einen neuen Vertrag, der beide Seiten diesmal gleichberechtigt behandelt, ersetzt. Vorausgegangen waren Gespräche mit dem Kirchenvorstand und beide Gremien, sowohl Gemeinderat als auch Kirchenvorstand, haben dann dem Entwurf zugestimmt. Pachtvertrag und Betreibervertrag sind nun laufzeitmäßig miteinander gekoppelt. Alle Jahre steht auch die Entlastung des Bürgermeisters zur Abstimmung und diesmal hatte die Rechnungsprüfung des Landkreises die Jahre 2003-2004 geprüft. Der Energieversorger E-on hat im Wohngebiet Bachrasen/Ziegelweg eine 20KV-Leitung entfernt und deshalb hat sich die Verabschiedung eines geänderten B-Planes erforderlich gemacht. Die betroffenen Grundstücke im Wohngebiet können nun besser beplant werden und sind somit attraktiver geworden. Ein wesentlicher Diskussionspunkt war die Verabschiedung der neuen Haus- und Badeordnung für das Schwimmbad. Hier mussten wir den gestiegenen Betriebskosten Rechnung tragen und einen Teil der Mehrausgaben auf die Eintrittspreise umlegen. Dies betrifft aber lediglich den Preis für die Dauerkarten, die sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen um 5 Euro angehoben worden; also von 20 € auf 25 € bzw. von 25 € auf 30€. Dafür wurde auf Vorschlag von Johannes Schmidt eine Familientageskarte  eingeführt, bei der 2 Erwachsene und bis zu drei Kinder für 5 € einen ganzen Tag im Schwimmbad verbringen können.  Mit den neuen Preisen liegen wir etwa auf Augenhöhe mit den Bädern in Ershausen und Heiligenstadt. Auch mit der Gemeinde Mackenrode haben wir nun eine Zweckvereinbarung zur Aufnahme von Kindern in unsere Kindergärten getroffen und einstimmig verabschiedet. Breiten Raum nahm auch im Gemeinderat die Diskussion zum geplanten Umbau des Riedelsburgsaales ein. Um Spekulationen vorzubeugen nur soviel; wir haben keine Entscheidungen getroffen, sondern es müssen noch nötige Details geklärt werden. Auf Grund des „riesigen Bürgerandranges“ fiel die Bürgerfragestunde aus und im nichtöffentlichen Teil des Gemeinderates wurden noch Grundstücksfragen behandelt.

 

Was tut sich momentan in Uder:

Die Arbeiten im Eichenweg gehen zügig voran und sollen, laut Plan, bereits im Juni beendet sein. Der Bauausschuss hat sich noch einmal mit der Gestaltung der Gehwege befasst und ist dabei auf die Bitten der Anwohner eingegangen. Der konstruktive und faire Umgang miteinander wahr sehr wohltuend und hat mich gefreut. Wenn nach Abschluss der Bauarbeiten, wie man vorhat, dann noch ein zünftiges Straßenfest gefeiert wird, sind die Unannehmlichkeiten der Bauzeit doch schnell vergessen.

Wieder war es Jürgen Kaufhold, der die Initiative ergriffen hat, damit der Basketballplatz seiner Bestimmung übergeben werden kann. Gemeinsam mit Mathias Martin und Veit Lamprecht hat er die Hülsenfundamente gegossen und nun können die Basketballkörbe aufgestellt und gespielt werden. Ein Riesenkompliment an die TWE, besonders an Gerhard Durstewitz, für die großartige Unterstützung. Ohne eure Technik wären wir aufgeschmissen!

Bald wird am Kornbach mit der Instandsetzung des Gehweges begonnen, wobei in diesem Jahr erst die Seite Richtung Feldstraße erneuert wird. 

 

Dies & das …

Auf sein zehnjähriges Bestehen konnte in den vergangenen Wochen der EDEKA-Markt Schneider zurückblicken. Immer für die Belange der Gemeinde ansprechbar ist Familie Schneider so nicht mehr aus unserer Gemeinde wegzudenken. Danke für die stets angenehme Zusammenarbeit. Auch die Firma Klaus Bode ist mittlerweile seit zehn Jahren in Uder ansässig und hat sich auf ihrem Markt fest etabliert. Mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeitet doch schon ein beachtlicher Stab in dem Gebäude in der Klosterstraße und auch Klaus Bode und seinem Team wünschen wir noch viele erfolgreiche Jahre.

Zu keinem Zeitpunkt war die Gemeinde in den Personalwechsel der Riedelsburg involviert. Wir wünschen den alten und den neuen Wirtsleuten aber selbstverständlich weiterhin Alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg.

Bei entsprechender Witterung ist unser schönes Freibad, frisch gestrichen und  sehr gut gepflegt, ab dem 15. Mai zu den üblichen Zeiten geöffnet.

Ich würde mich freuen, wenn sich neudeutsch ein paar Freaks finden, die uns bei der Betreuung unserer Internetseite behilflich wären. Ein paar technische Vorkenntnisse, Spaß an der Gestaltung und natürlich die Verbundenheit  mit unserer Gemeinde wären gute Voraussetzungen. Bitte anrufen oder melden!

 

Das hat uns nicht gefallen:

Eigentlich könnte ich diese Rubrik dauern für Randalierer und Chaoten freihalten. Anders kann ich die Horde nicht bezeichnen, die bei ihrem Maisprung eine Spur der Verwüstung durch unseren Ort gezogen hat. Ob nun unschuldige Hinweisschilder, Eingangsbereiche oder Parkbänke; nichts war vor ihnen sicher und mit brachialer Gewalt haben sie in der Kirchgasse den Kaugummiautomaten demoliert und um ein paar Cent erleichtert. Aber Geld spielte vorher anscheinend keine Rolle. Unzählige leere Bierflaschen haben den Streifzug geziert oder waren zerteppert liegengelassen worden. Einfach nur unbegreiflich.

Unbegreiflich auch, was manche so unter Papier oder Flaschen verstehen. Schaut man einmal in den Containern, die für diesen Zweck bestimmt sind, nach, wird einem einfach nur schlecht. Halbe Wohnzimmer an Auslegware oder die Aussteuer einer Großfamilie finden sich darin wieder. Nur weil man zu bequem ist, ein paar Schritte weiter zum nächsten Container zu gehen.

Gern sind wir der Bitte von Anwohnern nachgekommen. Aber keine Woche stand eine Bank am Höhbergweg, dann wurde sie geklaut!

Das hat uns besonders gut gefallen:

Uder ist um eine Attraktion reicher und darüber können wir uns sehr freuen. Mit viel Fleiß, mit unternehmerischer Weitsicht und mit der Unterstützung der eigenen und der großen Familie der Pferdeliebhaber ist die neue Reithalle des Reiterhofes Kobold entstanden. Optimale Bedingungen für das Spring- und Dressurreiten, aber auch für therapeutisches Reiten  oder zur witterungsunabhängigen Durchführung von Reiterfestspielen. Viele konnten sich beim Tag der Offenen Tür überzeugen und für alle ist noch einmal beim großen Turnier und der „Nacht der Pferde“ dazu Gelegenheit. Ein großes Kompliment nochmals an Familie Kobold, an die aktiven Mitglieder des Vereins und natürlich an die Sponsoren, die ebenfalls nicht vergessen werden dürfen.

 

Gern lässt sich auch ein Bürgermeister von guten Argumenten überzeugen (wie im Eichenweg geschehen), denn  bereits der erste Deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer hat festgestellt:

 

„Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.“



Maisprung auf die Blockhütte