Juni 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

 

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

wenn man denkt, schlimmer kann es gar nicht kommen, hat man sich manchmal doch getäuscht. Am hellerlichten Tag werden zwei Zaunfelder Pfingstmontag im Park gestohlen, im Eichenweg werden an vier Autos die Reifen zerstochen und am Bahnhof lassen Langfinger zwei Fahrräder mitgehen. Den Einbruch im Baumarkt erfährt man aus der Tageszeitung und viele kleinere Vergehen werden gar nicht erst gemeldet. In einem langen Telefongespräch habe ich mich beim Leiter der Polizeiinspektion in Heiligenstadt über die mangelnde Präsenz des Kontaktbereichsbeamten beschwert und dabei erfahren, dass dieser schon eine geraume Zeit krank ist. Ihm wünschen wir an dieser Stelle gute Besserung. Aber die Krankheit eines Kollegen darf nicht dazu führen, dass das Sicherheitsempfinden unserer Einwohner arg strapaziert wird und auch der Hinweis, ich möge mich doch an meinen Parteifreund Althaus wenden, war nicht sehr hilfreich. Ich erwarte einfach, wenn man schon die Stelle eines Kontaktbereichsbeamten schafft, dass diese dann auch mit Präsenz ausgefüllt wird. Egal wer in Erfurt Verantwortung trägt; es ist unser gutes Recht und deshalb rufe ich auch weiterhin jeden an, wenn damit ein Problem behoben werden kann. Aber wir alle können sicherlich durch Aufmerksamkeit dazu beitragen, dass nicht noch mehr Delikte passieren. Nun will ich beim besten Willen keine Armee von privaten Ermittlern in Gang setzen oder nachts eine Bürgerwehr durch das Dorf patrouillieren lassen, aber mancher Hinweis zur rechten Zeit ausgesprochen, ist doch sehr hilfreich und manchmal kann auch ein eindringliches Gespräch zur Besinnung führen. Für Straftaten allerdings müssen die Übeltäter die ganze Härte des Gesetzes spüren. 

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Der Hauptausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung ausschließlich mit etwas Erfreulichem befassen müssen; mit der Auftragsvergabe von drei Vorhaben. Die Erneuerung des Gehweges in der Verlängerung des Kornbaches hatte ich im letzten Gemeindeboten angekündigt. Im Haushalt der Gemeinde sind in diesem Jahr die Ausbesserung der Straße hinter dem Friedhof und außerdem die Erneuerung der Flutlichtanlage vorgesehen. Scherzhaft habe ich bei der Leistungsvergabe der Flutlichtanlage gesagt, dass jetzt nicht nur die Lampen mehr Leistung bringen, sondern wir uns alle auf die Erringung des Landesmeistertitels der Frauen und die Kreismeisterschaft der Herren vorbereiten könnten. Schön wäre es ja. Erfreulich auf jeden Fall, dass wir alle Aufträge an einheimische Firmen vergeben konnten.

 

Was tut sich momentan in Uder?

Relativ kurzfristig konnte durch die TWE die Baumaßnahme hinter dem Friedhof, die Verlängerung der Straße Hinter den Weiden bis zur Klosterstraße in Angriff genommen werden. Dies war im Haushaltsplan der Gemeinde vorgesehen und wird auch abgearbeitet. Nicht vorgesehen, deshalb aber umso dankbarer sind wir der KOWO Heiligenstadt und hier besonders dem Geschäftsführer, Herrn Riethmüller. Nachdem wir gemeinsam einen Vororttermin hatten, wuchs auch bei ihm die Einsicht, dass wir ein harmonisches Gesamtbild nur bekommen, wenn die Arbeiten auf den Grundstücken der KOWO ebenfalls noch in Auftrag gegeben werden. Nach Rücksprachen wurden kurzfristig die benötigten Mittel bereitgestellt und so profitieren alle davon; die Gemeinde, die Mieter und das Ortsbild. Manchmal muss man  halt das Glück erzwingen und wäre es doch immer so einfach!

Noch in der spielfreien Sommerzeit der Fußballer wird die Flutlichtanlage auf einen neueren Stand gebracht. Durch Arbeitszeitverlagerungen und durch intensiveres Training wird der alte Sportplatz doch noch mehr in den Abendstunden genutzt als bisher.

Die Ausschreibung zum zweiten Bauabschnitt im Park ist durch das Ingenieurbüro AIG ausgewertet worden und auch hier erhielt ein einheimisches Unternehmen auf Grund des kostengünstigsten Angebots den Zuschlag. Nun sollen jetzt die Leistungen erbracht werden, damit in diesem Jahr wenigstens die Sommerzeit zum Erdstofftransport ausgenutzt wird. Begonnen wird mit dem Aushub für den späteren Teich.

Der Verbindungsweg zwischen Uder und Lutter wurde in den vergangenen Wochen auf einer Länge von ca. 450 Metern durch die Firma Papenburg geteert. Damit kommt die Firma einer freiwilligen Verpflichtung nach, die sie zu Beginn der Erdstofftransporte der Gemeinde gegeben hat. Dass nicht unmittelbar nach dem Ende der Siedlung angefangen wurde, hatte bautechnische Gründe. Der Gemeinde hat diese Leistung jedenfalls keine zusätzlichen Kosten beschert und selbstverständlich behalten wir den kompletten Weg „im Hinterkopf“, aber für eine vollständige Instandsetzung benötigen wir erst die Zusage der entsprechenden Genehmigungsbehörde und natürlich die Bereitstellung von Fördermitteln.

 

Dies & das …

Über das Treffen und die Absprachen mit meinen Kollegen, den „Straßenschulzen“, habe ich im Höhberg-Echo geschrieben. Ergänzend nur der Hinweis, dass ich bei den offiziellen Eröffnungen der Straßenfeste nicht immer zugegen sein kann. Ich bin ja nun schon gern und oft in der Gemeinde unterwegs, aber 10 Feiern in 8 Wochen ist auch für mich etwas viel. Es kann also sein, dass ich erst am späten Nachmittag oder beim Frühschoppen „aufkreuze“ und mich kurz unter die Gemeinschaft mische. Ich bedanke mich aktuell ganz herzlich beim „Team Bachrasen“, die mit der Erneuerung der Spielplatzeinzäunung schon das umsetzen wollen, was ich mit meinen Kollegen „Straßenschulzen“ abgesprochen hatte. In der Gemeinschaft wird es keinem zuviel und man hat mehr „ein Auge“ drauf.

Es hat erste, viel versprechende Gespräche mit der Geschäftsführung der Bildungs- und Familienstätte Eichsfeld gegeben. Nach dem Austritt der Gemeinde aus dem Verkehrsverband Heiligenstadt will die Gemeinde im nächsten Jahr enger mit der Einrichtung kooperieren, um sich gegenseitig noch bekannter, attraktiver und vor allem besucherfreundlicher zu machen.

Im Reiterhof Kobold findet am 30. Juni die zehnte „Nacht der Pferde“ statt und diese sollte man sich, oder das ganze Turnier, nicht entgehen lassen!

Das wir in Uder schlaue und pfiffige Leute wohnen haben, wird sich ja herumgesprochen haben. Dass ich aber einmal eine Vorrichtung sehe, bei dem der Hund beim Verlassen seiner Hütte schon gekämmt wird, hätte ich nie geahnt. Einfach und genial. 

 

Das hat uns nicht gefallen:

So war es nicht vereinbart und deshalb muss ich an dieser Stelle einfach etwas schreiben. Die Gemeinde bietet die Annahme von Grünschnitt am Samstag in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr im Wessenried kostenlos an. Zwei Stunden in der Woche, auf die man sich in weiteren 166 Stunden gut vorbereiten kann. Dann aber einfach die Säcke am Tor abzustellen ist nicht fair der Allgemeinheit gegenüber. Wer meint, die Zeit am Samstag würde ihm nicht passen, kann ja seinen Grünschnitt jederzeit bei der SWT abliefern. Die Firma hat die ganze Woche Annahmezeit und ist dann aber kostenpflichtig! Gott sei Dank ist die übergroße Mehrheit aber hilfsbereit und freundlich und nimmt unser Angebot gern an, worüber wir uns freuen.

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

Die Pfadfinder Lukas Sänger, Christopher Schuchardt, Sebastian und Siegfried Arand haben sich bereit erklärt, die Internetseite der Gemeinde ehrenamtlich zu betreuen und mit frischen Ideen zu beleben. Weitere Interessenten sind gern gesehen! 

Eigentlich habe ich mich darüber geärgert, weil wieder Fußballer nach dem Training kostenlos unser Schwimmbad benutzt haben. Es ist nicht nur der Eintrittspreis, der nicht gezahlt wird, vielmehr wird durch die Benutzung nach den Öffnungszeiten auch die Regeneration des Badewassers beeinträchtigt. Nach meinem diesbezüglichen Anruf beim Vorsitzenden des Sportvereins meldete sich kurz danach Trainer Thomas Engel und gestand die Verfehlung einiger seiner Schützlinge ein. Er bot mir im Gegenzug an, dass sich seine komplette Mannschaft um Wiedergutmachung bemühen will und ich sie für einen guten Zweck „einspannen“ darf. Das nenne ich einmal Rückrat zeigen! Und Dieter Klinge und mir wird schon etwas Sinnvolles einfallen, damit die Verfehlung auch im Gedächtnis haften bleibt.

 

In unserer schnelllebigen und mitunter hektischen Zeit ist es manchmal nicht leicht, schnell passende Antworten auf drängende Fragen zu geben. Dass man aber die Worte mit Bedacht wählen sollte und wie  wertvoll das richtige Wort ist, sagt die Weisheit des Konfuzius:

 

„Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitte und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allen “

 



Maisprung auf die Blockhütte