Juli 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde

Uder und Schönau,

ob früher im Kinderferienlager,

danach bei der Armee oder heutzutage im Urlaub; wenn von einem bestimmten Zeitabschnitt

die Hälfte erreicht ist, und das

Ende näher als der Anfang ist,

wurde Bergfest gefeiert. Wobei es

damals bei der NVA mehr ausgeartet ist als heutzutage im Urlaub. Egal; das Bergfest wurde jedenfalls nicht vergessen. Und nun steht wieder ein Bergfest ins Haus. Seit nunmehr drei Jahren darf ich die Verantwortung als Bürgermeister tragen und habe somit bereits die Hälfte der Legislaturperiode absolviert. Natürlich hält man kurz inne, nimmt sich vor, den Rest der Legislaturperiode genau so engagiert zu bewältigen und schaut nochmals auf der Liste nach den Versprechungen vor der Wahl, um die noch nicht erfüllten Zusagen endlich abzuarbeiten. Ich habe mich, wie versprochen, aus verschiedenen Positionen konsequent zurückgezogen, mittlerweile sind wieder einige Straßen modernisiert, die Dorferneuerung in Schönau zeigt erste Früchte, das Dorfgemeinschaftshaus lädt frisch renoviert zum Feiern ein und bei der Umgestaltung des Parks sind wir dabei. Das Ossenritterfest ist wieder ein fester Bestandteil im kulturellen Leben unserer Gemeinde und den Zusammenhalt der Vereine kann man beim Frühjahrsputz oder bei den alljährlichen Absprachen erleben. Das macht schon Spaß und eigentlich auch Lust auf die zweite Halbzeit. Und diese Lust wollte ein sehr netter (fast)junger Mann mit ein paar Euros unterstützen. Meinen Wunsch, das Blättchen einmal in Farbe erscheinen zu lassen, hat er spontan mitgetragen. Keine Sorge, er hat keine Firma und bekommt auch sonst keine Aufträge von der Gemeinde; er ist einfach nur ein Fan vom Gemeindeboten und so haben alle etwas davon.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Der Hauptausschuss hat sich aktuell mit einem Antrag auf finanzielle Unterstützung der Pfadfinder bei ihrer Sommertour beschäftigt. Grundstücksangelegenheiten, Wohnraumfragen und eine Vereinbarung mit der KOWO waren weitere Tagesordnungspunkte. Auch der Zustand einiger Gebäude in unserer Gemeinde war Gesprächsthema.

Aktuell will ich unter diesem Punkt einmal über eine Sitzung des Bauausschusses berichten. Ungewöhnlich an der Sitzung war, dass mit Franz Rohmund der Leiter vom Nordthüringer Straßenbauamt daran teilgenommen hat. Obwohl die ersten Handschläge noch in weiter Ferne liegen, sorgt die Umgestaltung der Schmiedegasse doch hin und wieder schon für Gesprächsstoff. Diesmal war es ein Hinweis aus dem Landesverwaltungsamt. Die Behörde hat darauf hingewiesen, dass der Lärmpegel im Bereich des DRK-Kindergartens die zumutbaren Höchstgrenzen überschreitet und es daher zu Lärmschutzmaßnahmen im Zuge der Baumaßnahme kommen muss. Wie diese aussehen könnten, wer die erforderliche Finanzierung übernimmt und welche baulichen Veränderungen z.B. des Eingangsbereiches an der Hauptstraße, noch erforderlich sind, darüber haben wir uns ausgetauscht. Selbstverständlich werden wir, wenn es dann konkret wird, auch den Träger der Einrichtung in die Entscheidungen mit einbinden. Wenn Grenzwerte überschritten werden, ist es selbstverständlich, dass wir das Wohl unserer Kinder und ihrer Erzieher im Auge habe und diese zu schützen sind.

 

 

Was tut sich momentan in Uder?

Gerade in dieser Woche hatten wir in Schönau wieder eine Einwohnerversammlung, da nun die Baumaßnahmen in der Dorfstraße anstehen. Die Auftragsvergabe erfolgte an den günstigsten Anbieter, die TWE, und nun werden Kanal, Gehweg und Straße bis hin zum Friedhof erneuert. Den zeitlichen Ablauf haben Stefan Klaus als Vertreter der EW Wasser und Zacharias Kobold von der AIG als Planungsbüro vorgestellt und auf entsprechende Fragen geantwortet. Nicht mit in den Baumaßnahmen vorhanden ist die Sanierung der Schwobbachbrücke. Dafür könnten laut Auskunft im nächsten Jahr noch Fördermittel fließen.

Der Einlauf in den geplanten Teich im Park nimmt Gestalt an und es lässt sich erahnen, wie diese zukünftige Oase aussehen wird. Nach dem Ausbaggern des Teiches werden die Gehwege angelegt und die Beleuchtung installiert. Leider beklagt die Baufirma immer wieder kleine Randalierereien, die den Ablauf stören oder behindern. Schade!

Das von der Waldinteressentengemeinschaft gesponserte Holzspielgerät wird in den nächsten zwei Wochen geliefert und die reaktivierte Feuerwehr in Schönau wird der Gemeinde bei der Aufstellung behilflich sein. Die Kameraden haben auch schon den Grillplatz „überholt“ und den Abgrenzungszaun zur Leine gestrichen. Herzlichen Dank dafür!

 

Dies & das …

Seit Jahren kommt es auf Grund der Baumaßnahmen im Park mal wieder nicht im Festzelt zur Kirmesfeier. Ich hoffe trotzdem, das viele das musikalische Angebot unserer Kirmesburschen annehmen, das Tanzbein zu schwingen oder einfach beim traditionellen Frühschoppen untereinander das Gespräch suchen. Ich würde mich freuen, wenn Sie den Weg zum Saal der Riedelsburg finden. Die Burschen um Frank Jünemann haben sicherlich wieder schönes Programm auf die Beine gestellt.

„Über 50 Kinder und Jugendliche aus Ihrer Gemeinde nutzen regelmäßig die kostenlosen Spielzeiten des Hüpfkissens auf unserem Gelände und nach unseren Absprachen hat die Ordnung bei der Nutzung zu weniger bis gar keinen Problemen mehr geführt“, so aus dem Brief vom Geschäftsführer der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld, Herrn Uwe Schröter. Auch wir freuen uns über dieses zusätzliche Spielangebot für unsere Kinder und bedanken uns recht herzlich beim gesamten Team der Bildungsstätte.

Auch die nächsten Straßenfeste haben für die Dorfgemeinschaft erfreuliche Ergebnisse gebracht. So will die Rosenstraße eine zugewachsene Gemeindefläche wieder kultivieren und eine kleine Sitzmöglichkeit im Schatten schaffen. Aus dem Ochsenrasen war zu erfahren, dass man sich vorstellen kann, den notwendigen Schutzanstrich der Spielgeräte in Eigenleistung auftragen zu können. Weitere Nachahmer gern willkommen.

Allen, die sich mit Beginn der Sommerferien in den wohlverdienten Urlaub verabschieden, wünsche ich angenehme und stressfreie Tage, gute Erholung, lesen Sie mal wieder ein gutes Buch und kommen Sie vor allem gesund und munter wieder in Ihre Heimatgemeinde zurück.

 

Das hat uns nicht gefallen:

Lob und Kritik liegen oft beieinander. Dass landwirtschaftliche Transporte notwendig sind, ist einleuchtend. Dass die Riesendinger aber so „vollgeknallt“ werden und somit einen Teil ihrer Fracht schon auf der Fahrt verlieren, muss einfach nicht sein und der Unmut der Anwohner ist berechtigt. Ein entsprechender Anruf in Steinheuterode; man hat uns Besserung gelobt und ich meine, am letzten Wochenende hat dies auch schon gewirkt.

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

Mehrfach habe ich ja schon über das kostenlose Einsammeln des Grünschnitts geschrieben und das dieses Angebot sehr gut angenommen wird. Aus anderen Gemeinden hört man vermehrt die Zunahme von Verunreinigungen der Wald- und Wanderwege und damit bestätigt sich meine Befürchtung, aber auch, dass die Entscheidung, das Einsammeln anzubieten, richtig war. Gute Ideen sprechen sich bekanntlich schnell herum und nun kann ich auch für die Gemeinde noch etwas sehr Erfreuliches berichten. Herr Willem Geene aus Steinheuterode, der holländische Geschäftsführer der Gut Agrar Natura hat es der Gemeinde Uder erlaubt, sämtlichen Grünschnitt zur Betreibung seiner Biogasanlage jetzt auch kostenlos anzuliefern. Damit sparen nicht nur Sie, nein auch die Gemeinde wird entlastet. Und noch etwas hat Herr Geene mir in einem Gespräch mitgeteilt: „Ich setzte manchmal viel Verständnis von ihren Bürgern für die landwirtschaftlichen Transporte durch ihren Ort voraus. Dafür würde ich mich gern revanchieren und spendiere Ihnen gern ein paar Spielgeräte für die Kinder“.

Spendiert hat Karl-Heinz Müller von der SWT der Freiwilligen Feuerwehr eine Rettungssäge im Wert von über 1.000 € und noch einen Briefumschlag, damit die Säge „geölt“ werden kann. Dies taten die Floriansjünger dann auch bei ihrem Sommerfest. Schmiedemeister Martin Gümpel hat dann kostenlos noch die entsprechende Halterung im Fahrzeug geliefert. Allen Dreien kann man einfach nur Danke sagen für das gute Miteinander in der Gemeinde.

Eine Weisheit aus China und einen Spruch von Plato habe ich heute ausgewählt und brauchen sie eigentlich nicht zu kommentieren:

 

„Worte die geflüstert werden, reichen oft weiter als solche,

die man laut sagt“

„Lerne zuhören und du wirst auch von demjenigen Nutzen ziehen,

der nur dummes Zeug redet.“

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!