März 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

ich hatte bereits im ersten Gemeindeboten diesen Jahres darauf aufmerksam gemacht, dass auch die Gemeinde überlegen muss, wie sie mit den veränderten Bedingungen der Müllentsorgung umgehen muss. Momentan kommen sicherlich die Meisten von uns bei intensiverer Mülltrennung mit der 14-tägigen Abfuhr der Tonnen zurecht. Dies wird sich aber spätestens dann ändern, wenn der erste Grünschnitt ansteht und kein Platz für einen neuen oder zusätzlichen Komposter vorhanden ist. Meine Befürchtung ist, dass Einige dann den Grünschnitt an den Stellen zum Verrotten ablagern, an denen wir ihn nicht haben wollen, sprich an Wegrändern, im Wald oder in der Feldflur. Daher mein Angebot: Jeden Sonnabend von 13.00 bis 15.00 Uhr können Sie kostenlos ihren Grünschnitt im Wessenried abgeben, wo er gesammelt wird und dann einer Komposttieranlage zur Wiederverwertung zur Verfügung gestellt wird. Um einen Missbrauch des Begriffes „Grünschnitt“ oder einen Zulauf aus anderen Orten zu verhindern, wird ein Mitarbeiter die Annahme beaufsichtigen und auch für die Sicherheit zuständig sein. Geplant ist, Anfang oder Mitte April mit dieser Maßnahme zu beginnen und sie bis zum Herbst durchzuführen, um danach Bilanz zu ziehen. Da uns dieses Vorhaben sicherlich zusätzliche Kosten verursachen wird, bitte ich doch darum, dass Sie es auch annehmen. Bringen Sie nach dem Rasenmähen oder nach dem Schneiden der Bäume und Sträucher ihren Grünschnitt auf den Platz im Wessenried und nicht an den näher gelegenen Waldweg oder in die Feldflur. Es ist unsere Umwelt, es ist unsere Gemarkung und es unser gemeinsames Erscheinungsbild, das Sie mit Ihrem Handeln beeinflussen können. Um nicht mehr und nicht weniger bitte ich Sie mit dieser Maßnahme auf das Herzlichste und verbleibe mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Gerhard Martin

 

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Im letzten Monat hat es keine Sitzung beider Gremien gegeben und so kann ich auch keine Beschlüsse oder Festlegungen verkünden.

 

 

Was tut sich momentan in Uder:

- Relativ zügig sind die Ausbauarbeiten im Friedrich-Fröbel-Kindergarten angelaufen. Sicherlich werden die Arbeiten nicht rechtzeitig zum großen Geburtstag der Einrichtung am 21. April fertig, aber die Firmen bemühen sich. In sehr guter Qualität und ohne großen Zeitverlust wollen sie die Räumlichkeiten für den Nachwuchs zum Spielen und Schlafen zur Verfügung stellen. Und auch für das Personal um die engagierte Leiterin, Frau Reinhardt, freut sich, nun bessere Betreuungsbedingungen für die wachsende Zahl an Kindern zu erhalten.

- Am 19. März sollen die Arbeiten im Eichenweg wieder aufgenommen werden und somit ist für die Anwohner und die Bildungs- und Ferienstädte Eichsfeld mit Einschränkungen zu rechnen. Ich bitte schon jetzt um Verständnis für diese Behinderungen.

- Wir haben zwar den dringend benötigten Förderbescheid zur Fortführung der Dorferneuerung in Schönau noch nicht in den Händen, aber wir müssen „in den Startlöcher stehen“, wenn er eintrifft. Das heißt, die Schönauer müssen sich für eine Variante der zukünftigen Dorfstraße entscheiden und daher wird es am 23. März um 19.00 Uhr eine Einwohnerversammlung im Lahmen Frosch geben. Zudem sollen die Situation des Hochwasserschutzes und die weiteren Vorhaben der Freiwilligen Feuerwehr beraten werden.

- Die Arbeiten im Park gehen weiter. Wenn alles nach Plan läuft, wird in diesem Jahr mit dem Anlegen des Teiches, der Wege und dem Untergrund für Festzelt und Schausteller schon sichtbar, wie zukünftig diese Oase der Ruhe und Entspannung aussehen soll. Eventuell wird auch schon der neue Kinderspielplatz eingerichtet, da ein Teil der Spielgeräte schon vorhanden ist

 

Dies & das …

- Ich konnte in letzter Zeit an einem Schlichtungsgespräch durch ein Mitglied der Schiedskommission teilnehmen und ziehe nun den Hut vor dem ehrenamtlichen Engagement von Peter Hartmann, Zacharias Kobold oder Gerhard Glorius. Nicht nur, dass diese Herren mit ihrer sachlichen Art versuchen, die „Streithähne“ zum Schließen von Kompromissen zu bewegen, sie ersparen den Kontrahenten auch erhebliche finanzielle Mittel, die diese für anwaltliche oder richterliche Tätigkeiten sonst hätten ausgeben müssen. Aber auch an den drei Schiedsmännern gehen die Jahre nicht spurlos vorbei und ihr Tätigkeitsfeld umfasst ja die gesamte Verwaltungsgemeinschaft. Sie möchten dieses Engagement in naher Zukunft beenden und sowohl die Gemeinde als auch die VG benötigen nun dringend Nachfolger. Ich würde mich freuen, wenn sich Interessierte finden würden und könnte mir vorstellen, einmal einen Gesprächsabend mit den bisherigen und den eventuellen Nachfolgern zu arrangieren, um Interessantes und Notwendiges auszutauschen. Wer also interessiert ist, sich in dieses doch ungewohnte Terrain einarbeiten möchte oder wer ganz einfach sein Talent zum Schlichten der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchte, den bitte ich, sich bei mir zu melden.

- Aufgabe eines Heimatvereins ist es, Traditionen zu erhalten, Überlieferungen, Mundart oder Geleistetes zu bewahren und der nachfolgenden Generation zugänglich zu machen. In den letzten Jahren hat sich der Heimatverein mit den Wüstungen der Gemeinde beschäftigt und will in diesem Jahr damit beginnen, die Standorte dieser ehemaligen Siedlungsstätten kenntlich zu machen. Begonnen werden soll mit der Wüstung „Nuwesessen“ am Verbindungsweg nach Lutter, der, mit einem Gedenkstele/Gedenkstein und einer Sitzgelegenheit ausgestattet, daran erinnern soll, dass hier früher einmal Menschen gewohnt und gearbeitet haben. Vom Forstamt Heiligenstadt und der Firma Traco aus Langensalza bekommt der Heimatverein dabei wesentliche Unterstützung.

- Zum Thema „Straßenausbaubeiträge nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts“ habe ich den Präsidenten des Thüringer Landesverwaltungsamtes, Herrn Stephan, nach Uder eingeladen um notwendige Informationen sozusagen „aus erster Hand“ zu erhalten.

- Nicht vergessen: Am 31. März treffen wir uns um 9.00 Uhr wieder am Dorfgemeinschaftshaus, um den Frühjahrsputz in der Gemeinde durchzuführen. Ich hoffe, nicht nur Mitgliedern aus unseren Vereinen begrüßen zu können, sondern auch viele weitere Einwohner.

 

 

 

Das hat uns nicht gefallen:

Erst habe ich gedacht, da hat sich eine(r) einen Scherz erlaubt und ein verfrühtes Osternest entlang des Radweges gebaut. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich dieses „Nest“ aber als eine reichhaltige Ansammlung gebrauchter Babywindeln und roch auch gar nicht nach Frühling. Hoffentlich beschwert sich später einmal nicht gerade diese(r) „Nestbauer“ beim Spazierengehen mit dem Nachwuchs darüber, dass unsere Vierbeiner ebenfalls am Radweg gern ein „Häufchen“ bauen und diese von Herrchen oder Frauchen eventuell nicht beseitigt werden.

 

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

Schon seit 30 Jahren machen Sie Musik, Blasmusik vorwiegend, und sind dennoch bescheiden geblieben; die Uderaner Blasmusikanten. Nun haben Sie ihren runden Geburtstag gefeiert und es war für mich einmal die Gelegenheit, ihnen für die Ausübung ihres Hobbys zu danken. Denn kaum eine Kirmes, kein Ossenritterfest und kein kirchlicher Umgang, den sie nicht mit ihrer Musik begleitet oder wo sie nicht für Stimmung im Saal oder Zelt gesorgt haben. Anders als bei mancher Profiband im Eichsfeld können sie damit nicht ihren Lebensunterhalt und keine Reichtümer verdienen; sie sind aber nicht mehr wegzudenken aus der kulturellen Landschaft. Über 2000 Auftritte haben sie nach eigenen Angaben in den letzten 30 Jahren absolviert und neben Elmar Hartung, dem Leiter der Kapelle, sind Alois Spitzenberg, Heinz Rheinländer und Bernd Rohrberg von Anfang an dabei. Sie haben es auch verstanden, immer wieder musikalischen Nachwuchs zu gewinnen und so wird es auch in der weiteren Zukunft Musik vom Feinsten durch die Uderaner Musikanten geben. Zudem hat ihr unentgeltliches Aufspielen bei unseren goldenen Hochzeitspaaren schon viele Feste bereichert und macht sie umso sympathischer. Ein herzliches Dankeschön auch an die Ehefrauen und Freundinnen, die das Hobby ihrer Männer stets mitgetragen haben

Meister Eckhart, er lebte von 1260 bis 1328, hat einen Spruch geprägt, der heute noch aktuell ist und den sich jeder Bürgermeister (aber nicht nur die) zu Herzen nehmen und danach handeln sollte:

„Der wichtigste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenüber steht.“



Maisprung auf die Blockhütte