Februar 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

vor einem Monat noch auf ein solches Ereignis gehofft, ist es nun schon eingetroffen und das „Wintermärchen“ wahr geworden. Wir konnten doch noch einen Weltmeistertitel feiern. Was mit großer Leistungsbereitschaft, mit außerordentlicher Teamarbeit und mit sehr viel Leidenschaft geschafft wurde, kann auch für uns Ansporn und Vorbild sein. Wenn wir mit dem gleichen Enthusiasmus den uns übertragenen Aufgaben nachkommen, können auch wir in der Gemeinschaft viel erreichen. Und die berechtigte Anerkennung tut sicherlich nicht nur den Handballern gut.

„Im Rahmen unserer großen Aktion – Willi kommt - haben wir ihren Ort ausgewählt. Am 21. März 2007 wollen wir mit unserem Moderator Willi Wild ihre Gemeinde Uder im Radio ins rechte Licht rücken. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem ein Einwohner, dessen Wohnort und ein Radiohörer jeweils 2000 € gewinnen kann. Dazu werden ab 10.00 Uhr insgesamt 2000 Spielkarten in Uder und Umgebung verteilt und je mehr Einwohner unsere Mitarbeiter auf der Straße antreffen, umso größer ist die Chance auf die 2000 € für Ihren Ort. Die Auslosung des Gewinners erfolgt dann während einer Live-Übertragung aus dem Riedelsburgsaal.“ Mit diesen Zeilen hat mich das Landesfunkhaus des MDR in Erfurt über die geplante Aktion informiert. Verbunden damit war die Bitte, in der Zeit von 15.00 bis 16.00 Uhr ein kleines Programm für die Teilnehmer am Gewinnspiel zu organisieren und ich bin sehr dankbar, dass beide Kindergärten, eine Tanzgruppe des SCU und Georg Fiedler vom Heimatverein, der einen Mundartvortrag halten wird, dieses Programm gestalten wollen. Bitte verfolgen Sie auch die Werbung im Vorfeld und ich würde mich freuen, wenn wir die 2000€ für Uder gewinnen könnten.

Ihr Gerhard Martin

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Der Haushalt der Gemeinde stand im Mittelpunkt des letzten Gemeinderates. Um es vorweg zu sagen: wir hatten noch nie einen so geringen Vermögenshaushalt. Wir waren uns zuvor einig, dass wir in diesem Jahr erst einmal die begonnenen Maßnahmen aus 2006 beenden wollen, bevor größere Investitionen getätigt werden. Im Klartext heißt dies, dass für die Fertigstellung des Eichenweges 103.000 € vorgesehen sind, im Rahmen der Dorferneuerung in Schönau die dortige Dorfstraße mit 200.000 € (davon 112.000 € Förderung) und die Umgestaltung des Parks mit 147.000 € (90.000 € Förderung) in Angriff genommen werden. Die Straße Hinter den Weiden (am Friedhof) wird nun bis zur Klosterstraße verlängert und den geänderten Trainingsbedingungen der Sportler wird mit der Erneuerung der Flutlichtanlage Rechnung getragen. Für die Tilgung von Krediten sind 121.000 € vorgesehen und der Babyboom in 2005 wirkt sich nun auch auf den Haushalt 2007 aus. Beide Kindergärten sind an der Grenze der Aufnahmekapazität und nach Beratungen mit den Fachbehörden hat sich die Gemeinde entschlossen, im DRK Kindergarten Baumaßnahmen durchzuführen, damit dort eine zusätzliche Gruppe betreut werden kann und hat deshalb 50.000 € im Vermögenshaushalt dafür vorgesehen. Aber nicht nur dort macht sich der Babyboom bemerkbar, auch im Verwaltungshaushalt mussten auf Grund der gestiegenen Kinderzahlen und dem damit verbundenen größeren Betreuungsumfang 247.000 € eingestellt werden. Die größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind neben den Kindergärten die Kreisumlage (464.200 €), die VG-Umlage (271.800 €), die Personalausgaben (161.900 €) und die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit 323.500 €. Einnahmen will die Gemeinde erzielen und hat deshalb geplant: Grundsteuer A und B von insgesamt 153.300€, Gewerbesteuer in Höhe von 400.000€, Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer von 233.200 €, Mieten, Pachten, Konzessionsabgabe von zusammen 134.900 € und die Schlüsselzuweisungen vom Land in Höhe von 644.600 €. Einstimmig fiel das Votum der Gemeinderatsmitglieder zum vorgelegten Haushalt aus und an dieser Stelle möchte ich mich einmal bei den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft bedanken, die mir sehr hilfreich zur Seite standen.

 

Personelle Veränderungen bei den Investoren des neuen REWE-Marktes haben eine nochmalige Beschlussfassung im Gemeinderat notwendig gemacht. Der neue Investor geht davon aus, dass er bis zum Ende des Jahres mit seiner Maßnahme fertig ist.

 

Einhellig waren die Mitglieder des Gemeinderates dafür, die Mitgliedschaft im Verkehrsverband Heiligenstadt zum Ende des Jahres auslaufen zu lassen, um im nächsten Jahr eine bessere Vermarktung eventuell mit der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld zu erreichen. Diese Einrichtung macht unseren Ort schon jetzt überregional bekannter, als es der Verkehrsverband Heiligenstadt zu leisten vermag. Auch darüber herrschte Einigkeit.

 

Zwischen der Gemeinde Uder und der VG Uder besteht nun eine vertragliche Vereinbarung, die die Betreibung der Bibliothek für dieses Jahr absichert. „Lesen bildet“ und bei der überwiegenden Anzahl jugendlicher Leser war dies allen Gemeinderäten ein positives Votum wert.

 

 

Dies & das …

- Es war ein Anliegen des stellvertretenden Wehrführers Raffael Hartmann, dass ich mich einmal bei den Arbeitgebern bedanken soll, die für die Arbeit und die Einsätze der Kameraden immer Verständnis und Rücksicht aufbringen. Dem komme ich selbstverständlich gern nach und hätte ja eigentlich auch von alleine darauf kommen können.

- Der Gemeinde sind von einem Nachlassverwalter 3 Garagen in der Leinestraße zum Kauf angeboten worden, damit der Verkaufserlös mit den ausstehenden Forderungen verrechnet werden kann. Bei Interesse: anrufen!

- Selbstverständlich werden die Wanderwege in unseren Wäldern wieder in Ordnung gebracht. Aber die Winterzeit ist nun einmal für Holzeinschlag und Holzrückung vorgesehen und dafür, dass leider kein Frost den Boden schützt, können die Mannen um Forstmann Uwe Beume ja auch nichts.

- Erst Ende des Jahres will die KOWO damit beginnen, das Gebäude mit 4 Wohneinheiten in der Klosterstraße zu sanieren. Wenigstens etwas, denn eine „Augenweide“ ist der Zustand nicht gerade.

- Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: der Ossenritter hat diesmal nicht die Glocke in der Hand, sondern hält die Schatzkiste fest. Es ist eins von acht Bildern, die unsere Internetseite zieren und symbolisiert, dass wir auf die Schätze der Gemeinde gut aufpassen.

 

 

Das hat uns nicht gefallen:

- Unter dieser Rubrik muss ich ebenfalls über das Landesverwaltungsamt berichten. In den letzten Wochen macht das so genannte „Bernshäuser Urteil“ die Runde, d.h. es gibt ein Urteil des Thüringer Oberverwaltungsgerichts vom Mai 2005, in dem festgestellt wurde, dass Kommunen die grundsätzliche gesetzliche Verpflichtung zur Erhebung einmaliger Straßenausbaubeiträge haben. Dabei können zur Deckung des Investitionsaufwandes einmalige Straßenausbaubeiträge für vor In-Kraft-Treten einer Straßenausbaubeitragssatzung hergestellte oder erneuerte Straßen erhoben werden. Aber noch weiß weder das Landesverwaltungsamt, noch die Kreisverwaltung oder die Verwaltungsgemeinschaft, wie mit der Situation umzugehen ist. Hier muss es einfach eine politische Lösung geben, denn Gemeinde, Bürgermeister und Gemeinderat sind mit dem Urteil überfordert.

- Nimmt denn der Vandalismus gar kein Ende? Wieder muss ich über zwei Sachbeschädigungen berichten, die sinnlos (Abdeckplatten im Park) und total überflüssig, ja sogar gefährlich sind. Wenn nun wirklich einer auf ein Telefon angewiesen ist, wird er an der Säule an der Einmündung Straße der Einheit – Pfützenrasen nur einen halben Hörer in der Hand halten.

 

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

Auch zu Beginn diesen Jahres haben der Bauamtsleiter Karl Heinz Schweißhelm und ich uns auf die Reise nach Weimar zum Landesverwaltungsamt begeben. Und auch in diesem Jahr war es unser Ziel, den Antrag auf Fördermittel für den zweiten Bauabschnitt im Park zu erläutern. Diese wurde uns dann auch zugesichert. Auf meine Frage, ob es möglich wäre, für Umbauarbeiten eines Saales ebenfalls in die Förderung zu kommen, bekam ich zur Antwort: “Dies ist klassische Städtebauförderung. Reichen Sie die kompletten Unterlagen in diesem Jahr ein und wir setzten uns dann im nächsten Jahr wieder zusammen.“

Frau Pluntke, die neue Vorsitzenden des DRK-Ortsverbandes, hatte sich Sorgen gemacht, das mir die Sprüche ausgehen und hat mir aus diesem Grund ein kleines Büchlein geschenkt. Einen sehr schönen Spruch von John Lennon (The Beatles) fand ich darin:

 

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“