Januar 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

an dieser Stelle hatte ich mir im letzten Jahr Gedanken gemacht, was uns das Jahr wohl bringen und ob Deutschland Weltmeister würde. Nun sind wir zwar kein Weltmeister geworden, aber wir haben wieder zu unserer Nationalhymne, zu unserer Nationalfahne ein unverkrampftes und vorurteilsfreies Verhältnis aufbauen können. Die Menschen in Deutschland ergriffen Besitz von diesen Symbolen und überall waren schwarz-rot-goldene Fahnen, Perücken oder Anhänger zu sehen. Mit der größten Selbstverständlichkeit präsentierten wir uns als weltoffenes, ausländerfreundliches und stolzes Deutschland und wir wurden wenigsten in diesen Tagen zu einer Nation. Ich hoffe, dass uns in diesem Jahr ein ähnliches Ereignis beschert wird.

Ihnen wünsche ich noch ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2007 und verbinde meine Wünsche mit der Hoffnung auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Ich freue mich auf Ihre Anregungen, auf Ihre gut gemeinten Hinweise oder auf Ihre berechtigte Kritik. Nutzen Sie dazu auch weiterhin die Sprechstunden oder die Gelegenheit, wenn ich in Uder oder Schönau unterwegs bin.

Nicht nur auf Sie kommen 2007 leider Mehrbelastungen (Mehrwertsteuer, Müllgebühren,…) zu, sondern auch die Gemeinde muss diese höheren Kosten schultern. „Wohin mit dem Straßenkehricht, meine Mülltonne nehme ich nicht mehr dafür“ oder „Ihr müsst jetzt die Bäume schneiden, damit im Herbst nicht so viel Laub anfällt“, sind Äußerungen, die ich sehr ernst nehme. Überlegungen, wie wir einiges verträglicher gestalten können, gibt es, müssen aber noch ausdiskutiert werden. Ich halte Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Die Mehrbelastungen, die auch auf die Gemeinde zukommen, habe ich bereits angesprochen. Über die Auswirkungen und welche finanziellen Mittel wir trotzdem noch für Investitionen zur Verfügung haben, wird in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses und dann Anfang Februar im Gemeinderat beraten.

 

Was tut sich momentan in Uder?

- In baulicher Hinsicht sicherlich nicht viel; dazu habe wir nun mal, auch wenn man es an den Temperaturen nicht merkt, Winter. Und so können wir die Zeit nutzen, um uns einmal anderen, neuen Aufgaben zuzuwenden. Erstmalig habe ich in diesem Jahr größere Unternehmen eingeladen, um auf einem Neujahrsempfang mit Vertretern der Gemeinde, der VG, aber auch mit Herrn Pfarrer (musste leider absagen), mit Herrn Direktor Dölle, mit dem Leiter des Forstamtes Heiligenstadt, Herrn Herrmann, des Leinefelder Straßenbauamtes, Herrn Rohmund, oder dem Leiter der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld, Herrn Schröter, zwanglos in das Gespräch zu kommen. Leider haben neben beiden Kreditinstituten auch einige Unternehmen ihr Kommen nicht ermöglichen können. Bevor ich nun höre, warum wurde ich, der oder jene nicht eingeladen, lassen Sie es mich erklären. Es war das erste Mal, ich wusste nicht, ob eine solche Veranstaltung angenommen wird und ich konnte den Aufwand, wenn ich alle eingeladen hätte, einfach nicht abschätzen. Ich habe dann für mich persönlich, ohne Rücksicht auf die Art des Gewerbes oder auf Sympathien, eine Liste mit 35 Personen erstellt, wovon dann 25 erschienen sind. Beim nächsten Mal, dass habe ich an diesem Abend auf Grund der Resonanz auch gesagt, wird der Kreis der Eingeladenen wesentlich erweitert. Und nun zum Anlass der Veranstaltung und zum ersten kleinen Ergebnis. Die eingeladenen Unternehmer, Handwerksmeister oder Firmeninhaber haben Arbeitsplätze für Uderaner geschaffen. Arbeit, die unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihr Selbstwertgefühl erhält, die ihnen die Chancen lässt, für sich und für die Familie selbst zu sorgen und ihnen die Möglichkeit bietet, zu zeigen, was ihn ihnen steckt. Dafür wollte ich einfach einmal Danke sagen. Danke aber auch dafür, dass diese Unternehmen mit der Abführung der Gewerbesteuer auch viele Projekte der Gemeinde erst möglichen und wir uns somit im Eichsfeld und darüber hinaus nicht zu verstecken brauchen. Außerdem wollte ich diesen Personenkreis animieren, sich auch weiterhin für das Wohl und Wehe unserer Vereine zu engagieren. Also nochmals: Entschuldigung bei denen, die diesmal noch keine Einladung hatten und Danke an die, die gekommen waren. Und das erste kleine Ergebnis: Der Forstamtsleiter hat mir Unterstützung zugesichert, wenn wir mit dem Heimatverein daran gehen, die Plätze kenntlich zu machen, an denen einmal die alten Wüstungen der Gemeinde gestanden haben.

- Auch mit den Vereinsvorsitzenden und ihren Partnern habe ich wieder zwischen den Jahren zusammen gesessen und über die Vorhaben im Jahr 2007 gesprochen. Aus Vereinssicht wird es ein eher ruhiges Jahr, da lediglich der DRK-Ortsverband auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann und dies mit einer Festveranstaltung am 6. Oktober auch feierlich tun will. Selbstverständlich sind Kirmes, Reiterfest, Nacht der Pferde, Sportfestwoche oder Fasching wieder im Programm und die Termine sind allgemein bekannt.

 

Dies & das …

- Selbstverständlich gibt es auch wieder einen Frühjahrsputz, der in diesem Jahr sicherlich noch dringender gebraucht wird. Er findet wieder am Samstag vor Palmsonntag, diesmal also am 31. März 2007, statt und ich lade schon jetzt herzlich dazu ein.

- Der Überraschungsgast ist gebucht, die Vereine sind im Boot und an Vorschlägen zum Ossenritter des Jahres hat es auch nicht gemangelt; also machen wir wieder ein Ossenritterfest. Am 1. September 2007 soll es diesmal über die Bühne gehen und ich lade schon herzlich ein.

- Mit viel Humor, mit viel Kreativität und unermüdlicher Suche nach Kuriositäten in der Gemeinde und in den Vereinen ist der Karnevalsverein dabei, die diesjährige Session vorzubereiten. Da demnächst die erste Prunksitzung stattfindet, schon jetzt der Hinweis: Karten kaufen!

- Es gibt eine gültige Satzung und deshalb wird die Gemeinde in den nächsten Wochen kontrollieren, ob alle Grundstückseigentümer ihrer Pflicht zum Reinigen der Straßen und Gehwege nachkommen. Diejenigen, die regelmäßig ihre Pflicht tun, will ich nicht damit verprellen, dass ich bei anderen tatenlos zugucke.

 

Das hat uns nicht gefallen:

Da fehlen einem die Worte. Ausgerechnet in den Weihnachtstagen haben Idioten, anders kann ich es nicht mehr bezeichnen, nichts Besseres zu tun, als Verkehrsschilder herauszureißen, umzuknicken und dann auch noch auf den Radweg zu legen. Dieser Tage erhielt ich den Brief eines älteren Mitbürgers, der mir sein schmerzhaftes Erlebnis geschildert hat. Mit seinem Fahrrad wollte er am 2. Weihnachtstag in den frühen Morgenstunden nach Heiligenstadt radeln und hat in der Dunkelheit selbstverständlich das auf dem Radweg liegende Verkehrsschild nicht rechtzeitig sehen können. Den Rest kann man sich denken und ich bin froh, dass nur ein paar Kleinigkeiten zu Bruch gegangen sind und der Mann fast unversehrt wieder aufstehen konnte. Gern wiederhole ich einen bekannten Polizeiausspruch: Hinweise zur Ergreifung der Täter werden gern auch anonym entgegen genommen!

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

- „Willi kommt“ oder „Willi rück die Kohle raus“ - diese beliebte Sendung des MDR 1 Radio Thüringen wird live aus Uder ausgestrahlt und es ist die einmalige Gelegenheit, einen ganzen Tag, am 21. März, den Zuhörern unsere Gemeinde vorzustellen. Ein Glückspilz kann dabei 2000€ gewinnen und die Gemeinde, aus der er kommt, ebenfalls die gleiche Summe. Details dann in der nächsten Ausgabe.

- Der „Lahme Frosch“ in Schönau wird zum 1. März 2007 wieder seine Pforten öffnen. Dieses ehemals beliebte Ausflugsziel in der Nähe des Radweges wird dann einen Pächter haben, der in gastronomischen Dingen zwar ein Neuling ist, der mir aber in unserem Gespräch und mit seinen Vorstellungen zur Betreibung des Lokals sehr sympathisch „rüberkam“. Sehr gut auch, dass er auf die Einwohner von Schönau und die Mitarbeiter der Firmen im Gewerbegebiet zugehen möchte.

 

Gerade nach den Gesprächen beim Neujahrsempfang konnte ich spüren, dass die Worte von Heinrich Nordhoff, Vorstandsvorsitzender bei VW, bei unseren Unternehmen eine große Rolle spielen:

„Den Wert eines Unternehmens machen nicht Gebäude und Maschinen und auch nicht seine Bankkonten aus. Wertvoll an einem Unternehmen sind nur die Menschen, die dafür arbeiten und der Geist, in dem sie es tun.“