Dezember 2007

Liebe Einwohnerrinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

unweigerlich neigt sich das Jahr dem Ende entgegen und man hat noch sooo viel zu erledigen. Schön, dass man dann am ersten Adventssonntag einmal innehalten und ein Konzert unserer beiden Chöre gemeinsam mit den Bläsern und der Königin der Instrumente, der Orgel, erleben konnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle deshalb an den Kirchenchor St. Jakobus und an den Männergesangverein „Concordia“ mit ihren jeweiligen Chorleitern, die ausgewogene Lieder und Texte gewählt und auch in gewohnt hervorragender Qualität vorgetragen haben. Dem Trompeter Dirk Rheinländer und seinen Kollegen ein herzliches Dankeschön für ihre kraftvollen Beiträge und für das Aufspielen beim Glühweinstand. Wer Maria Rohner kennt, weiß, dass sie sicherlich super aufgeregt gewesen ist. Aber davon ist beim Spielen an der Orgel keine Spur gewesen. Im Gegenteil, ihr Spiel war eine tolle Bereicherung des Konzerts. Sicherlich hätte so ein Konzert ein „volles Haus“ verdient gehabt, aber ich hoffe auf eine Wiederholung und dann wird im nächsten Jahr die Kirche mit Sicherheit auch besser besucht sein. Und noch etwas ist mir aufgefallen; fast eine ganze Generation fehlte! Sowohl bei den Besuchern als auch bei den Aktiven sah man kaum junge Leute. Wer soll in den nächsten Jahren das Vereinsleben weiter gestalten? Wer führt den Nachwuchs an Kultur oder Kulturgut heran? Darüber sollten wir uns doch ernsthaft Gedanken machen.
Ich möchte den letzten Gemeindeboten in diesem Jahr aber auch nutzen, um mich für die gute Zusammenarbeit, für die kritische Begleitung meiner Arbeit und für die unendlich vielen Hinweise auf Neues zu bedanken. Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit, einen angenehmen Jahreswechsel und für 2008 Gesundheit und persönlichen Erfolg.

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Der Hauptausschuss hat sich mit der Vorbereitung der letzten Gemeinderatssitzung und dem Haushalt für das Jahr 2008 beschäftigt. Erst wenn die Mitglieder des Gemeinderates den Entwurf beraten und abschließend genehmigt haben, werde ich Ihnen die wichtigsten Daten selbstverständlich gern nennen. Bei zwei Projekten verrate ich aber keine Geheimnis: der Park wird fertig gestellt und mit der Sanierung am Saal soll begonnen werden (wenn Fördermittel in Aussicht gestellt sind).
  • Einstimmig der Beschluss im Hauptausschuss, dass es beim Neuabschluss von Garagenpachtverträgen zu einer moderaten Erhöhung der Jahrespacht von momentan 61,36 € (Summe ergab sich aus der Umstellung von DM auf Euro) auf dann 70 Euro kommen wird.
  • Nach den Gemeinden Mackenrode, Röhrig, Thalwenden, Lutter und Lenterode soll es nun auch mit der Gemeinde Birkenfelde eine Zweckvereinbarung über die Aufnahme von Kindern aus den beiden Orten in den jeweiligen Kindergarten geben. Darüber wird der Gemeinderat ebenfalls entscheiden.
  • Danach muss auch einmal die Zeit sein, dass man sich in gemütlicher Atmosphäre in diesem Gremium unterhalten kann. Viele Ratsmitglieder haben noch weitere ehrenamtliche Funktionen in Vereinen und Verbänden und sind somit das ganze Jahr über „ausgebucht“. Bei einem Glas Bier oder Wein will ich daher den Ratsmitgliedern auch Danke für ihren Dienst in der Gemeinde und für die Gemeinschaft sagen. 

Was tut sich momentan in Uder?

  • Selten habe ich beim Schreiben unter dieser Rubrik so lange überlegen müssen wie bei dieser Ausgabe. Was fertig werden musste, ist fertig, und was routinemäßig eingeordnet werden muss, ist eingeordnet. Der Winterdienst ist abgesprochen und der Bauhof erledigt gewohnt sachlich wieder die Aufgaben, die in dieser Jahreszeit anfallen. Ich könnte höchstens erwähnen, dass es viele Advents- und Weihnachtsfeiern gibt.

Das hat uns nicht gefallen:

  • Da muss jemand wieder einen großen Stift bekommen haben und mit dem versucht er nun, seine „Botschaften“ an Wände und auf Gehwegen zu hinterlassen. Der Durchgang beim Bürgermeisteramt, der Schaukasten der Feuerwehr und auch der neue Gehweg im Park sind so schon verunstaltet worden und können nur mit Spezialreinigern wieder in Ordnung gebracht werden. Was würde er wohl sagen, wenn solcherart Graffitis sein Auto oder sein Motorrad zieren würden?
  • Auch in diesem Jahr haben wieder viele Einwohner den Weg in die Bürgermeistersprechstunden gefunden. Mich auf Unzulänglichkeiten aufmerksam zu machen ist ganz prima, denn nur wenn man darum weiß, kann man auch verändern. Der Hinweis aber, bei der nächsten Wahl könnte es für mich oder meine Partei anders ausgehen, wenn sich denn nichts ändert, kann man sich gefälligst sparen. Wir sind immer kompromissbereit und geben auch einen gemachten Fehler zu. Aber wir sind nicht erpressbar!
  • Man kann ja mit der Leistung der Schiedsrichter manchmal nicht einverstanden sein. Es sind auch nur Menschen, können auch mal irren oder  haben eine ganz andere Sicht auf das Geschehen gehabt. Aber dies ist noch lange kein Grund, die Umkleidekabinen derart zu verunstalten, dass sie nur mit großem Aufwand wieder zugänglich gemacht werden können. Unser Protest bei den Verantwortlichen von Wacker Nordhausen hat umgehend zu einer Entschuldigung geführt und ist so auch akzeptiert worden.

Das hat uns besonders gut gefallen:

  • Manchmal ist es ja wie verhext. Den ganzen Sommer über versucht man einen Termin für das Straßenfest so zu legen, dass möglichst alle daran teilnehmen können. Da dies anscheinend in der Mittelsten Binde nicht möglich war, hat man das Fest nicht einfach abgesagt, sondern kurzerhand in den Herbst und in das Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Und hier war dann wieder dieser Zusammenhalt der Anwohner spürbar, den gerade ein Straßenfest vermitteln kann und der auch auf die Dorfgemeinschaft ausstrahlt. Eine prima Idee!

Dies & das …

  • „Thüringen sagt Ja zu Kindern“ ist eine Initiative, die in den letzten Tagen und Wochen durch das Thüringer Sozialministerium, durch die Printmedien oder von Radiosendern populär gemacht wird. Dabei können sich Gemeinden bewerben, die aus ihrer Sicht viel für Kinder und Jugendliche tun. Selbstverständlich habe ich auch für die Gemeinde Uder „den Hut in den Ring geworfen“, wie man so schön sagt. Denn wir brauchen uns mit unseren Angeboten in den Kindergärten und Vereinen oder mit unseren Spielplätzen beim besten Willen nicht zu verstecken.
  • Die Absprache mit allen Vereinsvorsitzenden findet nicht „zwischen den Jahren“, sondern erst am 4. oder 5. Januar statt. Einladung folgt.
  • 6 Gemeinden bzw. Sportvereine aus dem gesamten Landkreis, so habe ich in Erfahrung gebracht, möchten ebenfalls einen Bolzplatz des DFB bekommen und haben fristgerecht eingereicht. Warten wir es ab!
  • Viele haben gedacht, wir wollten mit der neuen Flutlichtanlage das gesamte Dorf ausleuchten und dafür wird schon einmal in der Klosterstraße und Umgebung das Licht die ganze Nacht ausgemacht. Dem ist aber beim besten Willen nicht so. Zum einen wird auch beim Sportverein darauf geachtet, dass nur das Flutlicht angeschaltet wird, was gebraucht wird und zum anderen gab es ein Missverständnis, dass sich inzwischen aber wieder geklärt hat. Ich bitte hier alle Betroffenen nochmals um Entschuldigung.
  • Natürlich „schwillt einem die Brust“, wenn man, wie in der Thüringer Allgemeinen geschehen, von Frau Lehmann gelobt wird. Ich bin ja auch sehr daran interessiert, dass sich die Einwohner unseres Ortsteils aus Schönau nicht wie das fünfte Rad am Wagen fühlen sollen. Aber man soll sich auch nicht mit fremden Federn schmücken und deshalb muss ich richtig stellen, dass die Beantragung der Aufnahme von Schönau in die Dorferneuerung bereits vor meiner Amtszeit gefallen ist. Ich hatte lediglich die Aufgabe, die sich dann aus dem Dorferneuerungsprogramm ergebenen Arbeiten umzusetzen, die Planungen abzustimmen und die einzelnen Maßnahmen zu begleiten. Das mache ich natürlich gern.
  • Dass wir im nächsten Jahr 100 Jahre Katholischer Kindergarten und 100 Jahre Mariengrotte feiern können, hätten Sie sicherlich noch gewusst. Aber wussten Sie auch, dass der Schulchor auf 30 Jahre und der Heimatverein „Martin Weinrich“ auf 20 Jahre ihres Bestehens zurückblicken können? Oder dass wir seit 59 Jahren und davon 50 Jahre hauptamtlich eine Bibliothek haben und seit 15 Jahren das Dorfgemeinschaftshaus? Und dass der Umbau der Kirche vor 400 Jahren und der jetzige Neubau vor 100 Jahren begonnen hat - hätte sie es gewusst? Ich auch nicht alles, wenn nicht Frau Hackethal von der Bibliothek mir einen entsprechenden Hinweis gegeben hätte. Danke für die Info!  

John Steinbeck, der amerikanische Literaturnobelpreisträger, hat sicherlich gewusst, was so zum Ende eines jeden Jahres los ist:
 „Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern getrieben“



Maisprung auf die Blockhütte