August 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde

Uder und Schönau,

 

ich möchte es nicht versäumen,

Sie wieder zum traditionellen

Ossenritterfest einzuladen. Am

1. September beginnen wir wie immer

um 18.00 Uhr mit einer Heiligen Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder aus unseren Vereinen in der Pfarrkirche. Pfarrer Müller wird mit uns die Heilige Messe feiern und neben dem Kirchenchor werden noch andere Vereine den Gottesdienst mit gestalten. Im Anschluss legen wir am Kriegerdenkmal auch wieder ein Blumengebinde nieder und werden mit ein paar Worten den in beiden Weltkriegen Gefallenen und den Opfern von Flucht und Vertreibung gedenken. Vom Kriegerdenkmal geht es zum Saal der Riedelsburg, auf dem dann das Programm unserer Vereine beginnt. Auch in diesem Jahr versprechen sie uns ein attraktives Rahmenprogramm und es wird ein Projekt von den Pfadfindern vorgestellt, dass unsere Gemeinde in den nächsten Jahren sicherlich noch beschäftigen wird. Fester Bestandteil auch in diesem Jahr ist wieder ein Überraschungsgast und wir werden eine(n) Ossenritter des Jahres küren. Für Spannung ist also gesorgt, genau so wie für die Verpflegung. Immer im Vordergrund sind aber die Darbietungen unserer Vereine, die auf die vielfältigen Möglichkeiten der sinnvollen Freizeitgestaltung aufmerksam machen wollen. Ohne Nachwuchs kann auch kein noch so guter Verein lange existieren und so soll das Ossenritterfest auch für die Mitgliedschaft in unseren Vereinen Werbung machen. Vereine sind im Gemeindeleben wie „das Salz in der Suppe“ und nicht wegzudenken bei der Gestaltung eines guten Miteinanders. Ich würde mich daher freuen, wenn ich Sie beim Ossenritterfest, auch in diesem Jahr natürlich wieder bei freiem Eintritt, begrüßen könnte. Machen Sie sich ein Bild von der Vielfalt und verbringen wir gemeinsam einen tollen Abend.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Sommerzeit gleich Ferienzeit und damit sitzungsfreie Zeit. Näheres über Entscheidungen aus den Gremien im nächsten Gemeindeboten.

 

 

Was tut sich momentan in Uder?

Die Arbeiten an der Dorfstraße in Schönau werden mit Verspätung beginnen. Schuld sind Lieferschwierigkeiten für die benötigten Schächte beim Kanalbau. Aber laut Auskunft der TWE sind sie bemüht, den Zeitverlust wieder auszugleichen, da wir durch die Fördermittel auf Termineinhaltung verpflichtet sind. Zunächst werden der Kanalbau und anschließend der Straßenbau erfolgen. Mit den Anwohnern wurden die Details besprochen und wir hoffen dann auf einen guten Verlauf.

Die Umgestaltung der Rabatten wird fortgesetzt. Wenn die fleißigen Damen aus dem Bauhof dazu kommen, werden alle Anlagen, auch in den Nebenstraßen, so gestaltet, wie wir dies an der B 80 sehen können.

 

 

Dorfgespräch

An dieser Stelle möchte ich einmal etwas umfangreicher über den neuen Leinepark berichten. Was mit den Überlegungen, den Park wieder als solchen herzustellen oder wenigstens trockenen Fußes vom Edeka zum Friedhof zu kommen, begann, nimmt nun langsam Gestalt an. Ein Landschaftsarchitekt hat den schönen Entwurf erarbeitet und ein einheimisches Ingenieurbüro übernimmt die Baubetreuung von Firmen, die auch in unserem Dorf ansässig sind. Aber schon jetzt stehen sich die Aussagen „Habt Ihr soviel Geld“ oder „Könnt ihr euch das leisten“ anderen Aussagen wie „Man sieht schon, wie schön das einmal wird“ oder „Ganz toll, das wir ja richtig klasse“ gegenüber. Zu beiden muss ich einmal etwas anmerken. Haben wir soviel Geld? Mit Sicherheit nicht. Aber jeder von uns, egal wie dick seine Geldbörse gefüllt ist, leistet sich irgendwann einmal etwas Luxus, weil es Seele und Geist erfrischt und worüber man sich auch noch in vielen Jahren freuen kann. Wer dies noch nicht getan hat, sollte sich als Finanzminister bewerben. Und weil wir bei den Finanzen sind, muss ich darauf verweisen, dass wir den Leinepark auch von der Thüringer Landesregierung großzügig mit Fördermitteln unterstützt bekommen. Ohne diese Förderung hätten wir uns auch dieses „Stück Luxus“ nicht leisten können. Ja, der Park wird einmal sehr schön aussehen. Dabei ist der Clou des Entwurfes, der so genannte Radlertreff mit direktem Zugang zur Leine und Sitzmöglichkeiten für die Radler, noch gar nicht ersichtlich. Auch der neue Spielplatz wird wohl seine endgültige Form erst im nächsten Jahr erhalten. Unser Ziel ist es, mit dem attraktiven Park einmal die Nutzer des gut frequentierten Radweges von diesem Weg runter in unser Dorf „zu locken“, um sie auf weitere Sehenswürdigkeiten wie Kirche, Schulmuseum, Heimatstube oder Handel und Gewerbe aufmerksam zu machen. Wenn uns dies gelingt, haben sich die Mühen doch schon teilweise gelohnt. Natürlich teile ich auch die Sorge einiger Mitbürger, dass ein paar Unbelehrbare keinen Bezug zu Schönheit und vor allem zu Eigentum haben und wir mit Sachbeschädigungen rechnen müssen. Aber da setze ich auf Einsicht, Zivilcourage und den Mut, Übeltäter auch einmal direkt anzusprechen oder beim Namen zu nennen. Ich vertraue da auch auf Ihre Mithilfe und gemeinsam packen wir dies.

 

 

 

Das hat uns nicht gefallen:

Gelegentlich höre ich es in der Gemeinde selbst; oft werde ich aber darauf angesprochen: Rasenmähen zu unmöglichen Zeiten. Nun erlaubt der Gesetzgeber ja schon das Mähen am Samstag bis 20.00 Uhr, aber muss das sein? Wenn man die ganze Woche gearbeitet hat, freut man sich auf einen schönen Sommerabend und heizt eventuell den Grill vor - und dann kommen die bekannten Geräusche aus der Nachbarschaft. Ich meine, mit etwas gutem Willen und gegenseitigem Verständnis lassen sich solche Angelegenheiten doch einvernehmlich lösen, oder?

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

Was unsere Firmen zu leisten in der Lage sind, wissen wir ja. Wie professionell sie arbeiten, wie sie geführt sind und wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt haben, davon konnte ich mir bei zwei Firmen jetzt einen kleinen Überblick verschaffen. Die Firmen Liedeco und TWE sind ja als Arbeitgeber und als Partner der Gemeinde nicht mehr wegzudenken.

Bambini-Feuerwehr. Dahinter verbirgt sich die jüngste Gruppe unserer Freiwilligen Feuerwehr und umfasst 9 Kinder ab einem Alter von 6 Jahren, die spielerisch und mit viel Einfühlungsvermögen an die Aufgaben der „richtigen“ Feuerwehr herangeführt werden sollen. Gemeinsam mit weiteren 6 Jungen und Mädchen bilden sie den Stamm unserer Jugendfeuerwehr, die von Peter Ludolph und Matthias Kistner hervorragend betreut und angeleitet werden. Wer auch Lust hat, einfach nach den Ferien mal am Montag mit Mama oder Papa um 17.00 Uhr beim Feuerwehrgerätehaus zum „Schnuppern“ kommen. Teamgeist und Technikbegeisterung kommen von ganz allein dazu.

Auch die Freiwillige Feuerwehr in Schönau ist wieder aktiv. Bei der Übung am vergangenen Samstag haben sie ihren Einsatzplan, wie übrigens alle weiteren 4 Wehren auch, sehr ordentlich erfüllt und sich somit wieder „zurück gemeldet“. Mit dabei hatten sie ein super Einsatzfahrzeug, das sicherlich weit und breit seines Gleichen sucht, aber nicht zur Nachahmung gedacht ist.


Dies & das …

Während es in der letzten Legislaturperiode insgesamt 167 Bürgersprechstunden waren, haben meine Stellvertreterin und ich nun schon die 150. geschafft. Sprechstunden, die gern und regelmäßig genutzt werden und die auch für uns immer interessant und aufschlussreich sind. Allen, die sich zu uns auf den Weg gemacht haben, ein Dankeschön für ihre Hinweise und Anregungen, die wir auch stets umzusetzen versuchen.

„Wir sind halt kein gesellschaftliches Dorf mehr, Herr Bürgermeister. Da musst du etwas tun“. Schmiedemeister Martin Gümpel in seiner Funktion als Kirmesbursche hat mir so geantwortet, als ich ihn auf die Resonanz vom Kirmessonntag gefragt hatte. Was mehr spaßig sein sollte, kann einem doch sehr zum Nachdenken anregen. Warum ist dies ausgerechnet in Uder so? Woran liegt es, wenn an beiden Tanzabenden noch mehr als genügend Sitzplätze vorhanden sind? Am Bemühen der Kirmesburschen mangelt es nicht; auch neue Ideen wurden eingebracht und ausprobiert. Sicherlich ist der Saal nicht sehr attraktiv, daran wollen wir ja was ändern, aber er war sehr schön dekoriert und auch die Stimmung war super. Vielleicht kann ich ja nach der Sanierung unseren Schmiedemeister fragen. “Na Martin, waren es gestern Abend mehr als beim Heimspiel von Bayern München“.

Wie im letzten Jahr auch, werden meine Frau und ich erst nach dem Ossenritterfest ein paar Tage Urlaub machen. Aus diesem Grund kommt der nächste Gemeindebote deshalb erst wieder im Oktober zu Ihnen.

 

Von der Firma Liedeco erhielt ich ein kleines Büchlein mit netten Sprüchen. Ein paar aus dem Buch möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

„Wer das Leben nicht genießt, kann eines Tages ungenießbar sein“

„Das Leben ist viel zu wertvoll, um sich zu ärgern“

„Alles im Leben hat zwei Seiten. Suche die Gute….“

„Genieße das Glück, anstatt im nachzujagen“

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!