April 2007

Liebe Einwohnerrinnen,

 

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

schade, wir hätten gern die 2.000 € für Jemanden aus unserer Gemeinde und somit nochmals die gleiche Summe für die Gemeinde von MDR-Willi eingesackt. Es hat nicht sollen sein und ich bin meinem Kollegen Bernd Beck aus Heiligenstadt dankbar, dass er wenigstens seinen „plötzlichen Reichtum“ noch mit uns geteilt hat. Und 500 € für den Friedrich-Fröbel-Kindergarten zum 50. Geburtstag in diesem Jahr und ebenfalls 500 € für den St. Jakobus-Kindergarten zum 100. Geburtstag im nächsten Jahr sind ja auch nicht schlecht. Insgesamt war „Willi kommt“ sicherlich eine gelungene Sache und eine gute Werbung für unseren Ort.

Auf den Frühjahrsputz bin ich im Höhberg-Echo näher eingegangen und möchte es an dieser Stelle daher belassen, mich nochmals recht herzlich bei allen Aktiven zu bedanken. Das Argument, es wären eh alles Arbeiten, die der Bauhof erledigen kann, möchte ich so nicht gelten lassen. Es geht um einen Beitrag für unsere Gemeinde, die im Gegenzug ja auch für unsere Vereine da ist. Oder soll ich beim nächsten Mal sagen: Geld für ein Jubiläum gibt es eh bei den Sparkassen? Auch hätte ich mich gefreut, wenn der Hinweis „das hättet ihr ja am Samstag mit erledigen können“, von einem Aktiven gekommen wäre. Wir haben alle ehrenamtlich und unentgeltlich die Zeit geopfert und würden uns freuen, wenn im nächsten Jahr deshalb auch die „Fenstergucker“ mit anfassen würden.

Die Resonanz war sehr erfreulich und hat verdeutlicht, dass diese Entscheidung richtig war. Mit der Annahme von Grünschnitt im Wessenried entlasten wir nicht nur unsere Anwohner, sondern „über Umwege“ auch die Gemarkung. Ich bin Ellen Martin vom Bauhof sehr dankbar, dass sie sich ohne große Überlegung sofort bereit erklärt hat, diesen wichtigen Dienst zu leisten. Auch dies ist nicht alltäglich und deshalb umso erfreulicher. 

      

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Im Hauptausschuss wurden wichtige Angelegenheiten vordiskutiert, die wir dann im Gemeinderat entscheiden wollen. So standen mehrere  Grundstücksangelegenheiten, der Pachtvertrag für das Gebäude des St. Jacobus-Kindergartens oder die Festlegung auf die neuen Eintrittspreise für das Schwimmbad auf der Tagesordnung. Breiten Raum in der Diskussion nahm die Planung des Riedelsburgsaales ein. Erste Gedanken müssen konkretisiert und mit Zahlen unterlegt werden, bevor wir endgültig entscheiden. Der nächste Gemeinderat ist für den 23. April geplant und deshalb gibt es konkretere Informationen erst im nächsten Gemeindeboten.

 

Was tut sich momentan in Uder:

Bei einer Einwohnerversammlung und einem Vororttermin am darauf folgenden Tag haben wir uns mit der Dorferneuerung und dem Hochwasserschutz in Schönau beschäftigt. Während wir uns bei der Gestaltung der neuen Dorfstraße relativ schnell und unkompliziert einigen konnten, gingen die Meinungen beim Hochwasserschutz noch auseinander. Aber unverständlich ist, dass jetzt durch Anwohner begonnen wurde, den alten Feldweg, der als Ablauf und zur Entlastung der Dorfstraße angedacht war, wieder mit Grünschnitt und Erdaushub „zu dekorieren“ und damit genau das Gegenteil von dem erreicht wird, was wir wollten. Damit tut man der Gemeinde Schönau keinen Gefallen und weiteren gemeinsamen Absprachen schon gar nicht. Bitte keine Einzelinteressen über das Gemeinwohl stellen und ich hoffe, dass der Unrat beseitigt wird, sonst könnte es Ärger geben.

Mit einem Antrag über einen vorzeitigen Maßnahmebeginn wollen wir die Arbeiten im Park vorantreiben. Einen Zeitverzug, nur weil man sich in den Behörden nicht verständigen kann, wollen wir somit nicht zulassen.

Beim Frühjahrsputz haben wir damit angefangen und wollen nun weitermachen. Gemeint ist das Herrichten der Blumenrabatten entlang der Bundesstraße und in der Gemeinde. Dazu werden die Sandsteine und die alten Bodendecker entfernt, die Flächen eingesät und mit Steckzwiebeln und eventuell mit einem Zierstrauch versehen. Somit sind die Rabatten auch in der Unterhaltung pflegeleichter. 

 

Dies & das …

Mein Hinweis auf die Mitarbeit in der Schiedskommission war erfolgreich. Zwei Frauen haben sich gemeldet und sind auch nach dem Gespräch mit zwei aktiven Schiedsmännern noch bereit, sich in diese Funktion einzuarbeiten. Die weiteren Schritte sind nun mit der VG abzusprechen.

Eigentlich gehören die nächsten zwei Punkte unter die Rubrik „Besonders gut gefallen“, aber aus Platzmangel gebe ich sie hier kund: 1. Die Gemeinde hat von der Jagdgenossenschaft 800 € zur Verfügung gestellt bekommen, für die eine attraktive Sitzgelegenheit gekauft wurde. 2. Auch die Waldinteressentengemeinschaft hat die Gemeinde in ihr Herz geschlossen und lässt sich diese „Umarmung“ sogar 3000 € kosten. Zweckgebunden, wie es sich für richtige Waldinteressenten gehört, für Holzspielgeräte für unseren Nachwuchs. Danke an beide Verbände für ihre Verbundenheit.

Wir haben die erste „Bestandsaufnahme“ in der Feuerwehr Schönau erfolgreich beendet und wollen nun mit den alten und neuen Mitstreitern wieder eine regelmäßige Arbeit der Floriansjünger in Schönau erreichen.

Beim Frühjahrsputz hat Karl-Heinz Müller von der SWT unseren Floriansjüngern in diesem Jahr finanzielle und materielle Unterstützung zugesagt. Dafür sei ihm an dieser Stelle schon recht herzlich gedankt.

Machen wir uns nichts vor; natürlich ist beim Blutspenden Geld zu verdienen. Dies war so und dies wird auch weiterhin so sein. Und ob uns beide Anbieter (Suhl und DRK) ehrlich sagen, wer was und wer wie viel von dem „lebensrettenden Saft“ erhält, ist auch nicht recherchiert. Aber eins steht fest: Wir haben einen aktiven und rührigen Ortsverband des DRK in Uder, der in diesem Jahr auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Seit es in Uder die Möglichkeit zur Blutspende gibt, kümmern sich die Mitglieder davor und danach liebevoll um jeden einzelnen Spender, ohne eventuell zu fragen, was für sie „dabei raus springt“. Dies ist ihr ehrenamtlicher Beitrag zum Gemeinwohl und dies machen sie gern und mit hoher Kompetenz. „Konkurrenz belebt das Geschäft“ ist zwar ein altes Sprichwort und jeder kann auch frei entscheiden, ob und wann er zu welcher Institution zum Blutspenden geht. Wenn aber nun beide Anbieter in einem Ort um Spender bitten,  wird ohne Not einem örtlichen Verein mitgeteilt, dass man mit seiner  bisherigen Leistung nicht zufrieden ist. Anders kann ich dies nicht deuten, denn ich hoffe nicht, dass es wegen des Geldes gemacht wurde.

 

Das hat uns nicht gefallen:

Vor einigen Wochen sind mit dem Gemeindeboten an einige Grundstücksbesitzer auch blaue Briefe verteilt worden. Ich habe darin gebeten, dass der Grundstückseigentümer sich bitte auch an die gültige „Satzung zur Straßenreinigung im Gebiet der Gemeinde Uder“ halten möge. Einige haben sich dieses Schreiben zu Herzen genommen und kommen seither ihrer Verpflichtung nach. Leider aber auch nicht alle und deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmals an diejenigen appellieren, sich nun endlich, wie jeder andere Grundstückseigentümer auch, an bestehende Regelungen zu halten. Auch die Geduld ist einmal aufgebraucht und was im Guten nicht erreicht werden kann, muss man halt anderweitig versuchen. Ich verweise deshalb an dieser Stelle nochmals auf den § 6 dieser Satzung, das Ordnungswidrigkeiten mit einem Verwarngeld (§ 56 Ordnungswidrigkeitsgesetz) oder mit einem Bußgeld bis 500 € geahndet werden können.

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

„Ich habe dies einmal in Österreich gesehen und fand die Idee so gut, dass ich dies auch für meinen Heimatort machen würde“ sagte mir der junge Fuhrunternehmer Uwe Rogge. Er bot mir an, seinen Anhänger mit einer Plane zu versehen, auf der eine Aufnahme von Uder und die Internetadresse platziert werden können. Damit zieht er dann durch die Lande, erhält hoffentlich genügend Aufträge und will quasi als „rollende Werbung“ für einen Besuch oder Aufenthalt in Uder aufmerksam machen. Danke für diese außergewöhnliche Aktion.

Was im Herbst investiert wurde, zeigt jetzt seine Wirkung. Es ist ein toller Anblick, wenn jetzt die Blumenzwiebeln ihre ganze Pracht entfalten. Ich freue mich auch sehr über die vielen Vorgärten, die privat hergerichtet und ebenfalls eine Augenweide sind. Auch dafür recht herzlichen Dank.

 

 Als Bürgermeister freut man sich, wenn alles „nach Plan“ läuft. Aber Wilhelm Busch hat treffend formuliert, wie es danach weitergeht:

 

 „Wonach du sehnlich ausgeschaut, es wurde dir beschieden. Du triumphierst und jubelst laut: Jetzt hab ich endlich Frieden.

Ach Freundchen, rede nicht so wild, bezähme deine Zunge! Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.“

 



Maisprung auf die Blockhütte