November 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

es sei mir erstmalig erlaubt, etwas sehr Persönliches zu schreiben. Mit einer Flut von Glückwunschkarten, unzähligen Telefonaten und vielen persönlichen Worten wurden meine Frau und ich anlässlich unserer Silberhochzeit bedacht. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Adressaten ganz, ganz herzlich bedanken. Genau so herzlich bedanken wir uns bei Herrn Pfarrer Brodmann und den Messdienern, beim Kirchenchor, bei den beiden Schornsteinfegern als Glücksbringer, bei den zwei Kindergärten, bei der Trachtentanzgruppe, bei Arnold Werner und seinem Männergesangverein, bei der Jagdgenossenschaft und ihren Jagdhornbläsern, beim CDU-Ortsverband und der Kegeltruppe, bei der Prinzengarde vom SCU und bei den Uderaner Musikanten, die unseren Ehrentag mit ihren Beiträgen erst richtig schön gemacht haben. Es war für uns und für unsere Gäste ein einmaliges Erlebnis und wir fühlen uns sehr geehrt. Auch möchten wir uns beim Heimatverein, beim Kirmesverein, bei der Feuerwehr und beim VG-Vorsitzenden und einigen Bürgermeisterkollegen bedanken, die uns mit ihrem Besuch ebenfalls die Ehre gaben. Und wir möchten es nicht versäumen, dem Rentnerverein, dem Wanderverein, dem Jugendclub und allen anderen zu danken, die uns mit Präsenten, Gutscheinen oder persönlichen Geschenken geradezu überhäuft haben. Unser letzter Dank gilt Herbert und Bärbel Glorius, die nicht nur den Saal so herrlich hergerichtet hatten, sondern uns mit ihrem Team auch gastronomisch sehr verwöhnt haben. Ich hoffe, Sie gestatten mir einmal diese Sätze, denn dieses Erlebnis ist für mich auch Ansporn zugleich, mich in meinem Amt noch mehr für die Gemeinde, für ihre Einwohner und unsere Vereine zu engagieren.

 

 

Ihr Gerhard Martin

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Im letzten Gemeindeboten bin ich schon darauf eingegangen und nun ist es Gewissheit: Im Gemeinderat wurde der Nachtragshaushalt beraten und einstimmig verabschiedet. Auch die neue Gebühren- und die Benutzersatzung für das Dorfgemeinschaftshaus, Vereinshaus und den Leinepark haben einstimmig den Gemeinderat passiert und treten mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Und letztmalig gab es noch Diskussionen zum Vertrag mit der Kindertagesstätte „St. Jakobus“. Nach zwei kleineren Korrekturen wurde der Kompromiss, den Mitglieder des Gemeinderates mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes abgestimmt hatten, dann ebenfalls einstimmig verabschiedet. Vielleicht noch ein Satz dazu. Ich bin froh, dass wir uns nun in beiden Kindergärten wieder dem widmen, was wir alle wollen; die Betreuung des Nachwuchses. Und weil wir in der glücklichen Lage sind, dass dieser in unserem Einzugsbereich noch ausreichend vorhanden ist, mussten wir auch schon im Bauausschuss über eine Kapazitätserweiterung des Friedrich-Fröbel-Kindergartens beraten.

In der Sitzung des Hauptausschusses wurde dem Antrag des Kirmesvereins auf Erlass der Parkmiete zur Sommerkirmes und der Verwendung des Ortswappens durch den Schützenverein stattgegeben.

 

 

Was tut sich momentan in Uder?

Die Arbeiten am Mühlenweg in Schönau sind beendet und der gesamte Bereich macht nun einen sehr guten Eindruck. Jetzt werden noch der Containerstandplatz und der Bereich um den Bildstock am Radweg begrünt und somit optisch aufgewertet.

Der erste Teil der Sanierung der Straßen Hinter den Höfen/Eichenweg ist abgeschlossen und auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Im Auftrag der TWE gestaltet die Firma Rohmund schon den zukünftigen Weg durch den Park. Schade, dass man durch Vandalen fast einen ganzen Tag umsonst gearbeitet hat. Wenn die Randsteine nicht mutwillig wieder losgetreten worden wären, könnten die Arbeiten schon weiter sein. Auch dazu noch ein Wort: Sicherlich sind diese unschönen Ereignisse „Wasser auf die Mühlen“ derer, die immer schon gesagt haben, warum macht ihr da was, das hält sowieso nicht lange. Aber ist es nicht eine Bankrotterklärung, wenn wir uns durch solche Vorfälle davon abhalten lassen, etwas, was dem Grossteil der Einwohner gefallen wird, nicht in die Tat umzusetzen? Wäre es nicht eher an der Zeit, dass wir mehr Zivilcourage zeigen und denen, die bewusst gegen ganz normale Verhaltensregeln oder Normen verstoßen, einfach mal sagen: So bis hierher, aber nicht weiter! Das fängt beim Wegwerfen der Zigarettenkippe an, geht über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner weiter und auch ein Hinweis auf die Uhrzeit oder das Fahrverhalten ist manchmal vonnöten.

Nochmals wird in den nächsten Tagen in den Rabatten entlang der B80 nachgepflanzt und im Frühjahr werden die Flächen, wo bisher der Bewuchs nicht angegangen ist, eingesät. Die Blumenzwiebeln werden der Gemeinde dabei kostenfrei übergeben. Wir müssen sie nur in die Erde bringen und dann hoffen wir, dass sie angehen und uns im Frühjahr erfreuen.

 

 

Dies & das …

Auch dieses Jahr hat die Gemeinde wieder aktive Vereinsmitglieder für die Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises gemeldet. Für ihr Engagement im Verein wurden dieses Jahr vorgeschlagen: Dieter Klinge (Sportverein), Gerhard Pilz (Karnevalsverein), Hilde Groß (Trachtentanz) und Teresa Reipert (Gardetanz).

In Schönau werden wir die Ergebnisse zum Hochwasserschutz auswerten und erwarten dazu Gäste vom Umweltamt Sondershausen.

Ausgerechnet am Kirmesmontag hatte sich der Verkehrsminister des Freistaates Thüringen, Herr Andreas Trautvetter, zum Gespräch bezüglich des Verkehrsaufkommens auf der B80 angemeldet. Gemeinsam mit Franz Rohmund und Winfried Ludolph vom Straßenbauamt in Leinefelde stand er einigen Bürgermeistern von Kommunen entlang der Bundesstraße Rede und Antwort. Zunächst teilten sie unsere Befürchtungen nicht, dass sich das Aufkommen des Schwerlastverkehrs nur unwesentlich durch die Freigabe der A38 ändern würde. Anhand von Dauerzählstellen im Landkreis Nordhausen würde nachgewiesen, dass sich der Verkehr schon auf die Autobahn verlagert. Mit deren Inbetriebnahme wird auch die Bundesstraße 80 herabgestuft und dann unter L3080 geführt. Wir sind übereingekommen, dass wir in den nächsten Monaten die Entwicklung abwarten werden, und wenn keine Besserung eintritt, ich den Minister wieder zum Gespräch einlade. Dann werden wir über Maßnahmen, wie sie in Hessen bei der B27 z.B. getroffen wurden, sicherlich auch bei uns reden müssen.

 

 

Das hat uns nicht gefallen:

Mir hat ja schon einiges nicht gefallen, aber was ich in letzter Zeit erleben musste, ist wirklich beschämend. Was kann denn die Apothekenuhr, das neue Pflaster im Park, ein Straßenschild in der Lehmkuhle oder ein Verkehrsschild vor einem Fußweg dafür, wenn man einen über den Durst trinkt oder sonst irgendwelchen Frust hat? Oder was haben die Dachziegeln der Blockhütte getan, dass man sie mit Felssteinen kaputt schmeißt? Dumme-Jungen-Streiche hat es zu allen Zeiten gegeben. Aber hier wird mutwillig Privateigentum und Eigentum der Gemeinde in krimineller Art und Weise zerstört, und dem muss ganz einfach nachgegangen werden. So etwas darf sich eine Gemeinschaft nicht gefallen lassen und wir werden uns dagegen wehren. Und seien Sie gewiss, wenn ich die Übeltäter weiß, stehen sie im Gemeindeboten.

„Herr Martin, in Uder sind Diebe unterwegs!“ Mit diesen Worten hat mich eine Anwohnerin des Pfützenrasens darauf aufmerksam gemacht, dass sie und ihre Nachbarin den Verlust von Solarleuchten aus dem Vorgarten zu verzeichnen hatten und sie daraufhin gänzlich auf diese schmucke Gestaltung verzichtet haben. Eigentlich schade, dass es soweit kommen muss.

 

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

„Die Idee mit den Rastplätzen am Radweg gefällt uns sehr gut. Wenn die Gemeinde die Plätze noch pflastern möchte, stellen wir dafür Pflaster und Randsteine gern unentgeltlich zur Verfügung“, so Rainer Jünemann vom Leinetal-Baumarkt in diesen Tagen. Mit Freuden nehmen wir dieses Angebot an, auch wenn wir erst witterungsbedingt im nächsten Jahr zur Ausführung der Arbeiten kommen werden. Und noch ein guter Hinweis kam vom Thalwender: es fehlen höchsten noch ein paar Meter, die einmal begradigt werden müssen, ansonsten kann man den unteren und oberen Ebersteinweg und dann oberhalb an Schönau vorbei bis nach Thalwenden sehr gut wandern oder mountainbiken.

 

Ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Verbänden ist für eine Gemeinde unheimlich wichtig und sollte öfters gewürdigt werden. Passend dazu ein Zitat von Albert Einstein:

„Nicht alles, das man zählen kann, zählt. Und nicht alles, was zählt, kann man zählen.“

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!