Oktober 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

im Höhberg-Echo und auf der Internetseite der Gemeinde ist schon ausführlich auf das Ossenritterfest eingegangen worden. Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle ebenfalls noch einmal ganz herzlich bei all Jenen bedanken, die sich so liebevoll um das Gelingen des Festes verdient gemacht haben, allen voran dem SCU für die Betreuung und Bedienung. Der schönste Augenblick war für mich das spontane Erheben von den Plätzen und der minutenlange Beifall, mit dem Monika Backhaus, unsere „Ossenritterin des Jahres“, bedacht wurde. Eine sehr nette und verdiente Geste. Es war ein gelungener Abend und eine ganz tolle Werbung für unsere Vereine.

Kein Verein, aber aus anderen Gründen für unsere Dorfgemeinschaft sehr wichtig, ist unsere Feuerwehr. In diesen Tagen kann sie auf ihr 115-jähriges Bestehen zurückblicken und hat dies mit einer Messe für die lebenden und verstorbenen Kameraden, mit einem gemütlichen Beisammensein und mit Vergleichswettkämpfen mit anderen Wehren begangen. “Lust und Liebe sind die Fittiche zu großen Taten“ hat Goethe einmal gesagt. Ohne Lust und Liebe zur Feuerwehr würden sie dieses Ehrenamt nicht ausüben. Sich ehrenamtlich einzusetzen für den Brand- und Katastrophenschutz in der Gemeinde, nicht auf die Uhr zu schauen, wenn der Pieper oder die Sirene zum Einsatz ruft oder bei Unfällen die notwendigen Maßnahmen einzuleiten sind, dies bedarf schon einer großen Lust und Liebe. Dafür können wir, die wir ein Stück Verantwortung in der Gemeinde übernommen haben, nicht genug danken. Ich bin stolz, dass wir in Uder und in Schönau Kameraden haben, auf die man sich in Notsituationen hundertprozentig verlassen kann. Aber ich hoffe, wir brauchen dies nicht oft.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

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In den nächsten Tagen wird die TWE mit den Arbeiten (hat für die Durchführung das günstigste Angebot unterbreitet) am neuen Park beginnen. Wer soll das hinterher sauber halten, war es in der Größenordnung notwendig oder kann man das Geld nicht sinnvoller einsetzen; für Bildung und Kindergärten z.B. höre ich sicherlich einige unken. Ich möchte einfach um Geduld bitten und sich dann ein Bild machen, wenn alle Details des neuen Parks sichtbar sind. Der Hauptausschuss hat sich in der letzten Sitzung mit der Auftragsvergabe und den Plänen befasst und noch in diesem Jahr werden erste Veränderungen sichtbar und wir können dann schon hoffentlich mit sauberem Schuhwerk den Park passieren. Zudem wir noch eine zusätzliche Abwasserleitung verlegt, die in der Ratsgasse und in der Schulstraße für Entlastung bei starken Niederschlägen sorgen soll.

Es war eine „schwierige Geburt“ sagt man so schön und mittlerweile „ist die Kuh vom Eis“. Gemeint sind die Diskussionen zum neuen Kindertagesstättengesetz. Da die finanziellen Fragen für die nächsten Monate geregelt sind, können wir nun noch die wenigen rechtlich strittigen Fragen zwischen den Trägern und der Gemeinde in aller Ruhe austarieren. Auch ich hätte mir weniger Aufregung und mehr Gelassenheit gewünscht, aber manchmal lassen sich Emotionen nicht vermeiden. Letztendlich entscheiden die Eltern, welche für ihre Sprösslinge die optimale Betreuungsform ist und in welcher Einrichtung sie diese erhalten.

Allein bedingt durch die neuen Verträge und den veränderten Finanzierungsmodus mit den Kindereinrichtungen machte sich das Aufstellen eines Nachtragshaushaltes erforderlich. Dieser wurde im Hauptausschuss beraten und soll in der nächsten Sitzung des Gemeinderates zur Verabschiedung kommen.

Ebenfalls im Gemeinderat wird über die neue Benutzersatzung und Gebührensatzung für das Dorfgemeinschaftshaus, das Vereinshaus und den Park entschieden. Noch aus DM-Zeiten stammen die alten Beträge und sind mit dem Einführen des Euro nur entsprechend umgerechnet worden. Nun sollen „runde Beträge“ gelten, die sich in etwa an den alten Beiträgen anlehnen. Wurden bisher z.B. beim Dorfgemeinschaftshaus für den Tag mit Küchenbenutzung ca. 92 € verlangt, so sollen es nun 100€ sein. Neu wird auch sein, dass wir bei der Buchung von mehreren Tagen pro weiteren Tag nur 80 € berechnen. Ich hoffe auf Ihr Verständnis, denn ein klein wenig müssen wir auch die Kosten für die Renovierung wieder einnehmen. Beim Vereinshaus und beim Park soll ähnliches gelten.

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Was tut sich momentan in Uder?

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Hinter den Höfen und im Mühlenweg in Schönau machen die Arbeiten Fortschritte und ich freue mich, dass es bisher ein gutes Miteinander zwischen Anwohnern, Baubetrieben und Gemeinde gegeben hat.

Groß sichtbar wird am Ortseingang von Heiligenstadt her kommend, ein neues Begrüßungsschild aufgestellt. Wir wollen damit Gäste und Durchfahrende herzlich grüßen, aber auch den Wappenstein so integrieren, dass er mehr Aufmerksamkeit als bisher erhält. Ein Dankeschön an dieser Stelle an Zacharias Kobold für den Entwurf, an Albert Liese für die korrekte Ausführung, an unseren Bauhof für die Mitarbeit beim Errichten, an die Waldinteressentengemeinschaft für die Bereitstellung des Holzes und der Jagdgenossenschaft für die finanzielle Unterstützung.

Wie bereits angekündigt, ist das Toilettenhäuschen der Bahn entsorgt worden. Wir sind guten Mutes, dass uns damit der Einstieg gelungen ist, das gesamte Gelände freundlicher und ansprechender zu gestalten.

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Dies & das …

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Keineswegs wollen wir mit dem Ossenritterfest Konkurrenz zur Kirmes machen. Diese findet in diesem Jahr, um eine Woche verschoben, nun erst vom 28. bis 30. Oktober statt und ich würde mich freuen, wenn auch Sie die Bemühungen des Kirmesvereins mit Ihrem Besuch der Veranstaltungen belohnen würden. Ein attraktives Programm erwartet die Gäste.

Und noch ein Verein würde sich über eine rege Beteiligung der Einwohner sehr freuen: Der Wanderverein veranstaltet am 15. Oktober seine alljährlich öffentliche Wanderung rund um Uder und beginnt diese um 10.00 Uhr beim Sportplatz. Es wird eine Strecke von ungefähr 12 km angeboten.

Die vakante Stelle im Jugendclub soll in den nächsten Wochen wieder mit einer/einem Ansprechpartner für unsere Jugendlichen besetzt werden. Die Übergangslösung soll kein Dauerzustand werden, da die Gemeinde über einen Vertrag mit der Villa Lampe verfügt und diese den Vertrag auch einhalten will. Entsprechende Gespräche laufen derzeit.

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Das hat uns nicht gefallen:

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Noch keine 3 Tage alt und schon haben Rowdys ihr Unwesen damit getrieben. Bei dem einen Rastplatz am Radweg mussten sich welche mit Schriftzug „verewigen“ und bei dem anderen haben „Souvenirjäger“ einfach ein paar Schindeln mitgenommen. Hat man denn vor nichts und niemandem mehr Respekt? “ Die Finger sollen ihnen abf……“.

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Das hat uns besonders gut gefallen:

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Die Rastplätze am Radweg werden sehr gut angenommen. Ich hatte es versäumt, mich in dieser Angelegenheit bei Dieter Herrmann und Uwe Beume vom Forstamt in Heiligenstadt ganz herzlich für die nun schon jahrelange angenehme Zusammenarbeit zu bedanken.

Mit einem Vergleichswettkampf und einem ganzen Wochenende im Feuerwehrgerätehaus haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ihr 15-jähriges Bestehen gefeiert. Ein großes Lob an Peter Ludolph und sein Team, die sich mit viel Herzblut für ihre Jugend engagieren. Wenn Sie liebe Eltern, Jungen und Mädchen zu hause haben, die älter als 8 Jahre sind, sich ein bisschen für Technik interessieren und auch sportlich mehr als nur den Gameboy bewegen, dann schicken sie doch ihren Sprössling einfach mal Montags um 17.00 zur Feuerwehr. Vielleicht haben wir ja die richtige Freizeitbeschäftigung für den Sohnemann oder die Tochter.

Jürgen Kaufhold ist ein bisschen zum „Motor“ für die Fertigstellung des Basketballplatzes geworden. In „NAW-Manier“ hat er mit Thorsten Reinhardt, Steffen Braun, Mandy Kellner und Veit Lamprecht die Spielfeldumrandung gepflastert und kümmert sich darum, dass wir eventuell doch noch in diesem Jahr den Platz einspielen können. Danke einmal dafür und wenn ihr den nächsten Einsatz vielleicht in die Abendstunden legt, wären mit Sicherheit mehr Clubmitglieder da als an einem frühen Samstagmorgen. (NAW : Nationales Aufbauwerk – Synonym zu DDR-Zeiten für freiwillige Arbeitseinsätze in der Gemeinde)

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Ob er hellseherische Fähigkeiten hatte oder es damals auch schon so war, kann ich nicht sagen. Fest steht nur, wenn ich die Absprachen mit der Bahn so sehe, dass Honorè de Balzac einen bemerkenswerten Ausspruch getätigt hat:

  „Bürokratie ist ein riesiger Mechanismus, der von Zwergen bedient wird“