Mai 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

die gute Nachricht zuerst: Die „Traummarke“ der Wahlbeteiligung vom letzten Mal ist gebrochen. Die schlechte Nachricht - lediglich um 0,9 Prozent. Gerade einmal 33,9% aller Wahlberechtigten haben den 7. Mai zur Stimmabgabe genutzt, um mit ihrer Wahl den Landrat zu bestimmen. Dabei darf ich mich noch nicht einmal beklagen. Meinen Kollegen in Berlingerode, Hundeshagen oder Brehme wird sicherlich ganz anders zu Mute sein, denn dort gingen gerade einmal 16,0, 17,2 oder 17,5 % der Wähler zur Urne. Über die Gründe zu spekulieren, dafür ist der Gemeindebote sicher nicht der richtige Platz. Wichtig für mich war zudem, dass ich eine gute Truppe um mich hatte, die als Wahlhelfer an diesem Sonntag sehr gute Arbeit geleistet haben. Ehrenamtlich sich den ganzen Tag in den Riedelsburgsaal zu setzen und nicht den sonnigen Tag beim Wandern oder im Garten zu genießen, dafür mein herzliches Dankeschön auch noch einmal an dieser Stelle.

Und noch etwas Positives hat für mich so ein Wahlsonntag. Ich komme mit vielen ins Gespräch und erfahre dadurch Internes aus dem Gemeindeleben, aber auch persönliche Probleme. Ein Problem ist mir von jungen Eltern wiederholt nahe gebracht worden: „Wir können unsere Kinder nicht vom Gehweg lassen, da waren schon die Vierbeiner“.  Es müsste doch zu machen sein, dass wir mit Vernunft und gegenseitiger Rücksichtnahme ein gutes Zusammenleben  und ordnungsgemäßes Verhalten mit den Tierfreunden in der Gemeinde erreichen. Mittlerweile selbst Besitzer eines Labratorwelpen kenne ich nun beide Seiten und weiß, wovon ich rede und schreibe.

 

Ihr

 

Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

<typolist>

Mit großer Einmütigkeit ist im Gemeinderat die neue Friedhofssatzung und die neue Friedhofsgebührensatzung verabschiedet worden. Wie immer haben wir uns auch diese Aufgabe nicht leicht gemacht und haben die einzelnen Paragraphen nach Zweckmäßigkeit und Nutzen geprüft. Auch habe ich mich im Vorfeld darüber informiert, welche Ausführungen in Heiligenstadt z.B. für Diskrepanzen zwischen Stadtverwaltung und den Steinmetzen gesorgt haben und wir haben uns dann an die Empfehlungen der Bundesinnung der Steinmetze gehalten. Im Wesentlichen werden die Maße für die Grabeinfassungen und die Denkmäler ja seit Jahren schon eingehalten und so haben wir da auch keinen Grund für Veränderungen gesehen. Neu in die Satzung aufgenommen wurde Urnenbestattung auf einem anonymen Platz, so genannte Urnengemeinschaftsgrabstätten. Mit großer Mehrheit waren die Gemeinderäte dafür, auch weiterhin keine Doppelgräber mehr anzulegen. Die ganze Satzung und die neue Friedhofsgebührensatzung können Sie auch unter http://www.gemeinde-uder.de/satzungen.html nachlesen oder die Sprechzeiten im Bürgermeisteramt nutzen.

</typolist>

 

Was tut sich momentan in Uder?

<typolist>

Endlich. Nach einer sehr großen Pause gehen nun die Arbeiten an der Leinebrücke doch voran. Eigentlich sollte zur Frühjahrsbestellung die Brücke für die Landwirte wieder befahrbar sein, aber die Herrichtung der Stahlträger hat witterungsbedingt länger gedauert.

Die Arbeiten für den ländlichen Wegebau nach Lenterode haben begonnen und der Weg nimmt Gestalt an. Neben der Landwirtschaft sicherlich nach der Fertigstellung ideal auch für eine Fahrradtour zu unsere Nachbarn und darüber hinaus.

In den nächsten Tagen beginnt die Firma Müller aus Heiligenstadt mit der Herrichtung des Mühlenweges in Schönau. Die Eichsfeldwerke und die Gemeinde hatten die Arbeiten ausgeschrieben und hoffen nun, dass auch diese Maßnahme zügig vonstatten geht. 

Am Donnerstag, den 18. Mai ist Anwohnerversammlung zur Baumaßnahme Hinter den Höfen/Eichenweg. Die Kanalbefahrung mit einer Kamera hat größere Schäden am Kanalnetz festgestellt, als dies vorher von den Fachleuten vermutet wurde. Dies bedeutet mehr Aufwand und die Kosten für den Wasser- und Abwasserzweckverband wurden mit ca. 300.000 € veranschlagt.

Die Firma Rohmund hat mit der Abarbeitung der Aufgaben für die Deutsche Telekom begonnen. Somit ist sichergestellt, dass die Verlegung der Kabel und die anschließende Wiederherstellung der Straßen und Gehwege ordnungsgemäß erfolgen werden. Dies war ja im letzten Jahr mit der auswärtigen Firma nicht immer der Fall.

</typolist>

 

Dorfgespräch

<typolist>

Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal einen Vorstoß in dieser Richtung unternommen. Jetzt bin ich erneut darauf angesprochen worden und greife dieses Thema gern wieder auf. Gibt es in unserer Gemeinde einen Bedarf für Betreutes Wohnen? Wenn sich genügend Interessenten finden, die gern in Uder bleiben und den Vorteil des Betreuten Wohnens annehmen wollen, bitte ich, mir die entsprechenden Informationen zukommen zu lassen. Es reicht, wenn ich eine formlose Mitteilung erhalte, die aber schon einen einigermaßen verbindlichen Charakter hat. Die nächsten Schritte, wie Zeitplan etc. werden wir dann mit dem entsprechenden Personenkreis absprechen. Also bitte in Ruhe alles abwägen und dann die Information an mich weiterleiten.

</typolist>

 

Dies & das …

<typolist>

Selbstverständlich, liebe Frau Backhaus Murphy, können Sie auch in den USA den Gemeindeboten über Internet lesen. Danke für den Hinweis.

Zwei wichtige sportliche Entscheidungen werden in den nächsten Tagen fallen: Bleiben unsere Männer in der Kreisliga und werden unsere Frauen Thüringenmeister? Zu den Spielen hoffen unsere Sportler nicht nur auf die Unterstützung ihrer Fans. Es dürfen schon ein paar Leute mehr sein, die unseren Damen und Herren die Daumen drücken. Es geht schließlich um den Landesmeister und den Klassenerhalt. 

„Seit Jahren pflege ich den Bildstock und bisher hat sich noch niemand bei mir bedankt“, habe ich kürzlich gehört. Also: Recht herzlichen Dank an all Jene, die ehrenamtlich und unentgeltlich solche Dienste in der Gemeinde übernommen haben. Sei es ein Bildstock, seien es Grünflächen oder seien es die Rabatten zur Grotte oder an den Gehwegen; ohne Ihren Dienst sähe unserer Gemeinde nicht so adrett aus, wie sie ist. Ich bin mir sicher, die übergroße Mehrheit unserer Einwohner weiß dies ebenso zu schätzen.

</typolist>

 

Das hat uns nicht gefallen:

<typolist>

Denn um diese Bereicherung meines Erfahrungsschatzes wäre ich gern herumgekommen. Ich weiß nämlich nun, wie man an einem frühen Samstagmorgen eine Parkbank von einem Buswartehäuschen herunterhievt. Die drei Jugendlichen, die mir in der Nacht zuvor diese Aufgabe auferlegt haben, hätten ihre Kraft mit Sicherheit sinnvoller einsetzen können. Aber dem wäre mit großer Wahrscheinlichkeit ein Denkprozess voraus gegangen. Und ob der überhaupt stattfinden kann, da habe ich doch angesichts dieser Aktion erhebliche Zweifel.

</typolist>

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

<typolist>

Aber es gibt auch viele positive Beispiele, wie Jugendliche sich in der Gemeinschaft einbringen; wie sie sich engagieren. Da sind die vielen Mitglieder im Sportverein, in der Jugendfeuerwehr oder bei den Pfadfindern. Jetzt wollen sich die Jugendlichen aus dem Jugendclub unter Leitung von Michael Wolf den Basketballplatz auf dem Gelände der Kleinsportanlage herrichten. In Eigenleistung, mit Unterstützung von Gerhard Durstewitz von der TWE und mit Hilfe des Bauhofs soll das Projekt gelingen. Die Einsatzpläne sind geschmiedet und ich bin gespannt, ob und wann dieses ehrgeizige Vorhaben realisiert werden wird. Die Basketballkörbe werden übrigens vom Landkreis gesponsert.

Es war schon beeindruckend, was unser Männergesangverein „Concordia“ gemeinsam mit dem holländischen Chor aus Rotterdam in der St. Marien-Kirche in Heiligenstadt für ein Konzert gegeben hat. Nun bin ich nicht der Fachmann, der große stimmliche Unterschiede festgestellt hätte, aber eines kann festgehalten werden: Es war eine hervorragende Werbung für den Chor und auch für die Gemeinde. Ich bin allen daran Beteiligten dankbar, dass sie ihre Freizeit in den Dienst dieser guten Sache gestellt haben. Nun werden Einige auch in der holländischen Hafenstadt wissen, wo die Eichsfeldgemeinde Uder liegt.

</typolist>

 

Die Schöpferin der weltbekannten Kinderfigur Pipi Langstrumpf, die Schwedin Astrid Lindgren, hat zur Jugend und zur Zukunft einmal folgenden Spruch gesagt:

 

„Wie die Welt von Morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen“



Maisprung auf die Blockhütte