Juni 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

wer hätte dies gedacht. Sie halten mittlerweile den 20. Gemeindeboten in den Händen. Was von mir zunächst als gelegentliche Information über das Geschehen in unserer Gemeinde angedacht war, ist für viele nun fester Bestandteil ihrer Lektüre über Uder und Schönau geworden. Manche Begebenheit wurde an mich herangetragen, manche Bitte, doch dies oder jenes mal unter den Rubriken „Das hat uns gefallen“ oder „Das hat uns nicht gefallen“ zu veröffentlichen. Einiges konnte ich berücksichtigen, einiges nicht. Aber was motivierend ist, was als gutes Beispiel dienen soll, wird selbstverständlich weitergegeben. Und leider muss ich auch darüber schreiben, was nun genau das Gegenteil davon ist. So auch dieser Hinweis von zwei Bürgern, die mit viel Liebe und einigen Kosten ihre Vorgärten in Schuss halten und auch die Flächen der Gemeinde damit einbeziehen. Sie hatten sich Pflanzschalen vor ihr Haus gestellt und das ganze mit Grottensteinen schön dekoriert. Diese Dekorationen müssen Langfinger so toll gefunden haben, dass sie gleich das ganze Ensemble bei Nacht und Nebel in ihren Besitz gebracht und es bis heute noch nicht rausgerückt haben. Schlimm, dass wir darüber immer noch berichten müssen.

Aber ich will die 20. Ausgabe auch mit einem freudigen Ereignis beginnen: Unsere Fußballdamen sind Landesmeister geworden! Meinen herzlichen Glückwunsch an die Spielerinnen, an ihren Trainer Dieter Klinge und an den gesamten Betreuerstab. Und natürlich auch meinen herzlichen Glückwunsch der ersten Männermannschaft zum Verbleib in der Kreisliga. Was die Damen in diesem Jahr nicht wollten, könnten sich die Herren der Schöpfung im nächsten Jahr ja mal auf die Fahne schreiben: Aufsteigen!

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

In der letzten Sitzung des Hauptausschusses haben wir uns ausführlich mit der Situation unserer Kindergärten befasst. Nun will ich die Für und Wider der neuen Thüringer Familienoffensive nicht alle aufzählen: Fakt ist, die Gemeinde hat mehr Mitspracherecht bei den Finanzierungen. Wir wollen und werden nicht in die pädagogische Arbeit der Kindergärten hineinreden, wir wollen auch nicht die Wahlfreiheit der Eltern einschränken, aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es momentan zwischen den beiden Kindergärten einen Unterschied in den Finanzierungskosten von ca. 50 Euro pro Monat und Kind gibt. Die Zahlen basieren auf den Betriebskostenabrechnungen der Träger und weil diese eine beträchtliche Summe im Gemeindehaushalt ausmachen, müssen wir über die Gründe diskutieren. Sind uns unsere Kinder alle gleich lieb (wert) und wir finanzieren als Gemeinde die Träger mit den gleichen Kosten pro Kind? Dies würde sich dann unmittelbar auf die Elternbeiträge auswirken. Oder können wir erreichen, dass diese finanzielle Schere im Lauf der Zeit geschlossen wird? Die Gespräche in den nächsten Wochen müssen Klarheit bringen. Ich wollte aber den Hauptausschuss eingebunden wissen und bedanke mich auch beim Vorsitzenden der VG, Thomas Heddergott, für die Unterstützung. Unsere Kinder sind unsere Zukunft, darum kümmern wir uns.

 

Was tut sich momentan in Uder?

Auf die Anwohnerversammlung der Straßen Hinter den Höfen und Eichenweg hatte ich bereits aufmerksam gemacht. Sie verlief in guter und sehr sachlicher Atmosphäre. Neben der Vorstellung des zukünftigen Aussehens beider Straßen und der Arbeiten im Wasser- Abwasserbereich stand auch der geplante Verkehrsverlauf zur Diskussion. Zu den Arbeiten sei soviel gesagt, dass das Ingenieurbüro Stützer/Blechschmidt in diesen Tagen die Ausschreibungen fertig erstellt und die Angebote der Firmen eingeholt werden. Im Juli wird dann die Vergabe des Auftrages erfolgen und nach einer vorläufigen Zeitschiene soll im August mit den Kanalarbeiten und im September dann mit dem Straßenbau, zunächst Hinter den Höfen, begonnen werden. Ich bitte schon jetzt alle Betroffenen um ein wenig Verständnis für eventuell auftretende Beeinträchtigungen.

 

Dies & das …

Haben sich bisher erst drei Interessenten für das Betreute Wohnen in unserer Gemeinde gemeldet. Ich bitte noch einmal um eventuelle Informationen, da wir ansonsten wieder Abstand von dieser Idee nehmen.

 

Müssen erst noch Grundstücksfragen zwischen dem Insolvenzverwalter, den neuen Eigentümer aus Rohrberg und der Gemeinde bei der Obermühle abschließend geklärt werden, bevor dort der Straßenverlauf endgültig festgelegt wird. Eine Verschiebung der neuen Brücke war nicht möglich, da wir nur einen „Ersatzneubau“ vorgenommen haben. Dadurch haben wir Förderung erhalten, die bei einem kompletten Neubau nicht ausgereicht würde. Ob wir den Neubau überhaupt genehmigt bekommen hätten, muss auf Grund der geänderten Gesetzmäßigkeiten angezweifelt werden.

 

Haben Materialengpässe (Einlaufschächte) dazu geführt, dass in Schönau erst jetzt mit den Arbeiten am Mühlenweg begonnen wurde.

 

Wie immer ist bei entsprechenden Witterungsbedingungen unser Freibad geöffnet. Ich würde mich freuen, wenn Sie davon regen Gebrauch machen.

 

In diesem Jahr blickt unser Sportverein auf eine 85-jährige, wechselhafte Geschichte zurück. Grund genug für die Verantwortlichen, dies mit einer Festwoche vom 1. bis 10. Juli zu feiern. Für jeden sportlichen Geschmack ist etwas vorgesehen und auch der Freizeitbereich kommt nicht zu kurz. Ausführliche Informationen in der Tagespresse oder unter www.fsv-uder.de.

 

In diesen Tagen ist die Zusage über 100.000 Euro Förderung für unseren Leinepark vom Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr eingetroffen und es kann nun in die Umsetzung der Maßnahme gehen.

 

Die Studie zur Hochwassersituation in Schönau wurde erstellt und wenn das Umweltamt Sondershausen die konkreten Vorschläge für den Hochwasserschutz eingearbeitet hat, wird sie in Schönau vorgestellt.

 

Der Vorstand des Schützenvereins war in diesen Tagen bei mir zum Gespräch. Ich freue mich, dass auch dieser Verein wieder verstärkt um Akzeptanz in der Öffentlichkeit werben will.

 

Die Pfadfinder haben mit ihrem Projekt „Schönerer Bahnhof in Uder“ einen Förderpreis des Thüringer Sozialministeriums erhalten. Nachdem die Jugendlichen beim Frühjahrsputz sich schon intensiv mit dem Gelände beschäftigt haben, sollen nun die geplanten optischen Verbesserungen erfolgen. Ich hoffe, dass wir die Bahn davon überzeugen können.

 

Das hat uns nicht gefallen:

Wieder hat es etwas mit einer Parkbank zu tun. Eine solche hatten Unbekannte zum wiederholten Male in der Nähe des Bahnhofes vom Radweg in die Leine bugsiert. Aber fast noch mehr als über diesen Blödsinn habe ich mich über den Uderaner geärgert, den ich angesprochen hatte, mir doch beim Herausziehen zu helfen. Er hat mich groß angeguckt, sich dann etwas in den Bart gebrummelt und ist einfach weitergeradelt. Schlimm genug, wenn man schon von allein nicht auf die Idee kommt, zu helfen. Aber wenn man auch noch gebeten wird und dann einfach abhaut, ist dies mehr als ärgerlich. Ich hoffe für diesen Zeitgenossen, dass er mal nicht auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

„Ihr müsst immer und überall, wo es geht, Werbung machen; auch im Internet“ hat Martin Dellemann zu mir gesagt. „Nur wer sich gut verkauft, bekommt über kurz oder lang Erfolg“. Und da er ebenfalls einen Internetauftritt (www.uder.beep.de) betreibt und dort seine selbst „geschossenen“ Bilder über unsere Gemeinde aus einer völlig anderen Perspektive veröffentlicht, haben wir festgelegt, jeweils einen Link mit dem Verweis auf die Internetpräsenz des anderen zu schalten. Unsere Informationen und diese Bilder sind eine gute Mischung.

 

Nicht nur Martin Dellemann ist mit der Gemeinde verlinkt, wie man so schön sagt. Auch Dirk Hartlieb betreibt seit Jahren eine eigene Homepage und auch unter www.uder.net. verweist er seit Beginn auf den Gemeindeboten und dann natürlich auch auf unsere Homepage. Und selbstverständlich ergänzen sich www.gemeinde-uder.de und www.vg-uder.de

 

 

Die Fußballweltmeisterschaft ist im vollen Gange. Passend dazu (könnten sich aber auch Wahlkämpfer zu Eigen machen) ein paar Wörter von William Barclay:

 

„Wenn ich mit anderen kämpfe: Hilf mir, fair zu bleiben. Wenn ich gewinne: Bewahre mich vor Prahlerei. Wenn ich verliere: Bewahre mich vor Ausreden. Wenn ich Erfolg habe: Bewahre mich vor Einbildung. Wenn ich versage: Bewahre mich vor schlechter Laune. Und hilf mir, mit frohem Herzen einem Besseren, der mich bezwingt, zu gratulieren“

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!