Juli 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

im letzten Gemeindeboten hatte ich darüber berichtet, dass unsere Pfadfinder sich mit dem Bahnhof beschäftigt und dafür auch schon einen Preis erhalten haben. Nun versuchen wir ja schon geraume Zeit, Verantwortliche für dieses Objekt in Erfahrung zu bringen. In den letzten Tagen ist uns dies gelungen, aber unter welchen Umständen, möchte ich Ihnen gern einmal mitteilen. Ich erhielt einen Anruf von Herrn Sonntag, dessen „Thüringer Nahverkehrsservicegesellschaft“ sich im Auftrag der Bahn mit den Bahnhöfen und deren Zustände beschäftigt und er rein zufällig auf Uder gestoßen ist. Ein Vororttermin wurde vereinbart und zunächst ging es lediglich um den Abriss der alten Toilettenanlage. So im Gespräch haben wir mitgeteilt, dass wir eventuell Interesse hätten am Kauf dieses Objektes, wir aber keinen Ansprechpartner haben. Den Kontakt wollte Herr Sonntag herstellen und ich erhielt auch in den nächsten Tagen eine Email, dass Frau Kromke als Leiterin des „Bahnhofsmanagements Erfurt“ dafür die richtige Adresse wäre. Weit gefehlt! Diese wiederum verwies mich auf Herrn Schwarte von der „DB Station & Service AG, Regionalbereich Südost“. Von diesem erhielt ich die Auskunft, dass bei „Kaufinteressebekundung für das Empfangsgebäude Bahnhof Uder der Geschäftsbesorger für Immobilienverwertung im DB-Konzern, die DB Services Immobilien GmbH, Niederlassung Leipzig, und dort eine Frau Sperling, zuständig ist. Diese wird sich in den nächsten Tagen mit Ihnen in Verbindung setzen.“ Darauf warte ich nun und hoffe, dass wir nun endgültig die richtige Person erwischen, um dieses „Schmuckstück von Empfangsgebäude“ in einen ordentlichen Zustand zu versetzen bzw. einer anderen Nutzung zugänglich machen können.

Ihr Gerhard Martin

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

- Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 10. Juli ausführlich mit der Thüringer Familienoffensive beschäftigt. VG-Vorsitzender Thomas Heddergott stellte sein 3-Stufen-Modell (siehe ausführlich im Höhberg-Echo) vor und die Gemeinderäte diskutierten das Für und Wider. Einhellig war die Meinung, dass dieses Modell den Eltern und den von ihnen angegebenen Betreuungszeiten Rechnung trägt, ihnen und auch der Gemeinde finanziell entgegen kommen wird. Wir hoffen, dass beide Einrichtungen dies ebenfalls so sehen und wir Konsens erreichen. Diesen haben wir bei der finanziellen Ausstattung der Träger noch nicht und da müssen wir noch „nachsitzen“. Mit großer Mehrheit tendierten die Gemeinderäte dafür, den Trägern für jedes Kind die gleiche Summe an Zuwendungen zukommen zu lassen. Bei unterschiedlichen Betriebskosten muss nun gerechnet werden, wie sich zukünftig der Beitrag des Trägers, sprich Elternbeitrag, gestaltet. In den Monaten Juli und August werden die Kindergärten noch nach dem alten Verfahren abgerechnet und erst mit Beginn des neuen Schuljahres wird dann auf die neue Form umgestellt.

- Nun hoffentlich zum letzten Mal im Gemeinderat eine Abwägung zum geplanten Neubau des REWE-Marktes. Diesmal zweifelte die Raumordnungsbehörde die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung an. Auch Uder hätte in den nächsten Jahren einen Rückgang der Einwohner um 8,5 % zu verkraften und da wäre es vermessen, noch einen neuen Markt zu bauen. Sicherlich schwanken die Bevölkerungszahlen auch einmal, aber seit 1990 haben wir fast konstant immer ca. 2550 Einwohner und noch ist das Wohngebiet ja auch noch nicht ausgelastet. Und dabei ist mit einer Förderung durch das Thüringer Landwirtschaftsministerium die so genannte AEP (Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung) erstellt worden, die nun genau unsere Version unterstützt. Ob die Behörden in Weimar etwas sagen, wenn sich in Heiligenstadt trotz Bevölkerungsrückgang noch ein Discounter am Werner-Martin-Weg niederlassen will, weil da noch keiner ist?

- Breiten Diskussionsraum nahm auch die Verkehrsführung in den Straßen Hinter den Höfen und Eichenweg nach deren Renovierung ein. Ein Beschlussvorschlag, der vorsah, das Zu- und Abfahrt nur über die Schmiedegasse erfolgen soll, um eine Verkehrsberuhigung zu erzielen, erhielt nicht die erforderliche Mehrheit. Es wird also nach Abschluss der Baumaßnahmen bei der Einbahnstraßenregelung bleiben. Wir hoffen, dann mit dem Aufstellen von entsprechenden Verkehrsschildern doch noch ein wenig zur Beruhigung beitragen zu können.

 

 

Was tut sich momentan in Uder?

- Im katholischen Kindergarten wird während der Urlaubszeit der Elektriker Einzug halten und die seit vierzig Jahren existierende Elektrik auf neusten Stand bringen. Anschließend soll der Maler für frische Farben und neues Flair sorgen.

- Die Aufträge sind vergeben. Wenn die Energieträger und die Telekom ihre Leitungen in der „Thalwender Straße“ und „Am Höhberg“ verlegt haben, werden die Gehwege neu gepflastert und damit geht ein langgehegter Wunsch der Anwohner in Erfüllung.

- Leider bewahrheitet sich auch am Dorfgemeinschaftshaus, was schon so oft eingetreten ist, wenn man alte Sachen neu herrichten will; man trifft auf Schwierigkeiten. Länger als geplant kann das DGH nicht genutzt werden und ich bitte alle, die einen Termin hatten und nicht darin feiern konnten um Verständnis und entschuldige mich ausdrücklich für Versäumnisse.

 

 

Dies & das …

- Die Kirmes steht vor der Tür und ich freue mich, dass sich die Kirmesburschen unter Vorsitz von Frank Jünemann immer etwas einfallen lassen, um die Kirmes noch attraktiver zu machen. Das Programm werden sie Ihnen aber noch mitteilen. Ich würde mich freuen, wenn Sie die Angebote annehmen würden und diese Tradition somit auch weiterlebt.

- Die Zeit der Straßenfeste hat begonnen. Allen Veranstaltern wünsche ich gute äußere Bedingungen und ein große Teilnahme der Anwohner.

- Das Ossenritterfest am 2. September wirft schon seine Schatten voraus. Gemeinsam mit den Vereinsvorsitzenden wollen wir in den nächsten Tagen das Programm konkretisieren. Zusätzlich kommt ja noch die Wahl des „Ossenritter des Jahres“ hinzu und auch der Überraschungsgast wird nicht fehlen. Also schon jetzt den Termin fest vormerken; es lohnt sich.

- Bitte keine „Rennstrecke“ aus dem neuen Weg nach Lenterode machen.

- Nach der Bibel, nach Hirtenbriefen und den Verkündigungen wird nun auch aus dem Gemeindeboten in der Kirche zitiert. Darf ich darauf stolz sein?

 

 

Das hat uns nicht gefallen:

- In diesen Tagen hat bzw. werden sämtliche Kanaleinläufe durch die Mitarbeiter des Bauhofes gereinigt. Immer wieder fällt auf, dass sich einige Grundstückseigentümer der Pflicht zur Reinigung der Straßen entziehen. Ich möchte noch einmal auf die entsprechende Satzung der Gemeinde verweisen und um Einhaltung durch alle Eigentümer bitten. Es ist nicht nur für das eigene Grundstück eine gute Visitenkarte, auch die Gemeinde profitiert insgesamt von dem besseren Erscheinungsbild.

- Gut, dass unser Bauhof immer Augen und Ohren offen hält. So konnte dieser Tage verhindert werden, dass Unbekannte unsere Blockhütte im Wessen in Brand stecken wollten. Der Reisighaufen im Inneren der Blockhütte war schon geschichtet und sicherlich nur die Nässe des Holzes hat verhindert, dass dieses schöne Wanderziel in Flammen aufgegangen ist. Dies sind beileibe keine „Dummenjungestreiche“ mehr und ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner um Mitarbeit, wenn man solche Tendenzen beobachtet, uns doch zu informieren.

 

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

- Den Fußballerinnen und der ersten Männermannschaft habe ich bereits gratuliert. Ich freue mich aber auch, dass unsere D-Junioren der Spielgemeinschaft mit Wüstheuterode den Kreismeistertitel in diesem Jahr errungen haben. Das zeigt zum einen eine sehr gute Nachwuchsarbeit und lässt zum anderen für die Zukunft hoffen. In diesem Zusammenhang möchte ich dem FSV 1921 e.V. Uder noch für die Ausrichtung der Sportfestwoche danken, die jede Menge sportliche und gesellige Unterhaltung parat gehalten hat.

- Sie war wieder sehr gut organisiert und auch ein gutes Beispiel, wie Vereine sich untereinander ergänzen können. Die Rede ist von der „Nacht der Pferde“ des Reit- und Fahrvereins St. Martin, bei der Mitglieder des Heimatvereins mit ihren Trachten ein gutes Bild abgaben. Ein großes Lob auch für die Darbietungen der jungen Reiterinnen und Reiter und dem gesamten Team vom Reiterhof Kobold.

 

Für viele Familien hat die schönste Zeit des Jahres, die Urlaubszeit, begonnen. Passend dazu ein paar Wörter von Friedrich Küppersbusch:

„Spätestens, wenn die Kinder fragen, wo bei der Kuh die Butter rauskommt, hilft nur noch eins – Urlaub auf dem Bauernhof “

 



Maisprung auf die Blockhütte