Januar 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

nachdem die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel verklungen und die Glückwünsche ausgetauscht sind, fragen sich viele: Was wird es uns bringen, das neue Jahr? Bleiben ich und meine Familie gesund? Behalte ich meine Arbeit und damit die Möglichkeit, meinen Lebensunterhalt allein zu bestreiten? Wird Deutschland Fußballweltmeister? Fragen, die auch mir durch den Kopf gehen. Aber als Bürgermeister fragt man sich auch: „Was kann ich in diesem Jahr für Uder und Schönau erreichen? Wie kann ich die Gemeinschaft noch lebenswerter gestalten?“. Aber auch die Frage: „Wann kommt er, der viel zitierte Bürokratieabbau?“ Der berühmte deutsche Forscher Wernher von Braun hat einmal gesagt: „Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft werden wir fertig.“ Wenn ich die vielen Träger öffentlicher Belange sehe, die immer angeschrieben und angehört werden müssen, um allein eine Satzungsänderung zu erreichen, muss ich Herrn von Braun recht geben. Und nun neuerdings wieder das Landesverwaltungsamt. Jetzt hat man sich den Neubau des REWE – Marktes ausgeguckt. Nachdem Grundstücke gekauft, viele Beratungen abgehalten und etliche Beschlüsse gefasst sind, fällt der Behörde in Weimar ein, dass „aus landesplanerischer Sicht der Ansiedlung des Marktes erhebliche Bedenken gegenüber stehen, da negative Auswirkungen auf Versorgungstrukturen in Arenshausen nicht auszuschließen sind“. Bisher habe ich immer gedacht, dass ich einen gesunden Menschenverstand besitze und so werden wir auch für dieses Problem eine Lösung finden.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss

In den nächsten Tagen wird im Hauptausschuss die „Familienoffensive“ der Thüringer Landesregierung diskutiert. Durch die Reduzierung und dem späteren Wegfall der Sachkosten (bis 2005 waren es 20,45€ pro Monat und Kind) sind die Träger gezwungen, darauf zu reagieren. Zudem zieht sich der Freistaat im 1. Quartal mit 5% und ab 2. Quartal mit 10% aus der Finanzierung der Personalkosten der Kindergärten zurück. Zu beiden Themen muss eine Lösung gefunden werden. Auch sind die Träger angehalten, ihre Betriebskosten zu ermitteln, da diese bei der zukünftigen Finanzierung eine große Rolle spielen.

 

Außerdem auf der Tagesordnung im Hauptausschuss, und dann in den Fraktionen, ist der Entwurf des Haushaltes 2006. Momentan wollen wir nicht jammern, aber für Höhenflüge haben wir auch keinen Grund. Welche Maßnahmen geplant sind, was wir umsetzten wollen und welche Aufgaben weitergeführt werden; darüber will ich wieder in einer Einwohnerversammlung informieren. Interessierte sollten sich deshalb schon einmal Donnerstag, den 16. März 2006 notieren, dann lade ich alle wieder auf den Saal „Zur Linde“ ein, um Ihnen das Zahlenwerk vorzustellen und zu erläutern.

 

Dorfgespräch

Nun bereits zum zweiten Mal hatte ich die Vereinsvorsitzenden zwischen den Jahren eingeladen, um mit Ihnen die Planung des neuen Jahres zu diskutieren (siehe auch Höhberg-Echo). Breiten Raum bei diesem Gespräch nahm das Ossenritterfest ein. Einhellig waren wir der Meinung, dass sowohl der zeitliche Ablauf als auch die Gestaltung des Festes gelungen waren und wir in diesem Jahr am Konzept nichts verändern wollen. Wir werden also auch am 2. September wieder mit einer Messe für alle verstorbenen Mitglieder aus unseren Vereinen beginnen, dann mit einem Kranz am Kriegerdenkmal den Opfern von Krieg und Gewalt gedenken und dann gemeinsam wieder auf den Festsaal der Gemeinde ziehen. Auch der Überraschungsgast ist schon gebucht und nach jetzigem Stand wollen sich auch alle Vereine wieder in die Programmgestaltung einbringen. Und doch wird es eine Neuerung geben: Wir werden den „Ossenritter des Jahres“ ehren. Mein Vorschlag, an diesem Fest Jemanden aus der Gemeinde zu ehren, die oder der uneigennützig, ehrenamtlich und mit viel Hingabe einen sozialen Dienst für die Gemeinschaft oder für Einzelne erbringt, wurde mit großem Wohlwollen bedacht und schon erste Vorschläge unterbreitet. Aber diese Aufgabe, Vorschläge für den „Ossenritter des Jahres 2006“ zu machen, möchte ich auch gern an Sie weitergeben. Wenn Ihnen jemand einfällt, der diese Auszeichnung verdient, bitte aufschreiben und an mich weiterleiten.

 

Auch in diesem Jahr wird es einen Frühjahrsputz der Vereine der Gemeinde geben. Am Samstag, dem 8. April, wollen wir wieder den Unrat und den weggeworfenen Müll in der Gemarkung „den Kampf ansagen“. Dies noch rechtzeitig vor Ostern, damit unsere Gemeinde dann in frischen Glanz erstrahlt. Bisher haben alle Vereine ihre Teilnahme zugesagt.

Was tut sich momentan in Uder?

Die Verschmutzung der Lutterstraße und der B80 haben wieder für berechtigten Ärger gesorgt. Nach Aussage der Firma Papenburg müssen die Erdstofftransporte noch ca. 10 Tage rollen, dann ist alles durch.

 

Der Bauhof und die Fachfirma Schönefeld fällen in diesen Tagen kranke und morsche Bäume. Dies ist abgesprochen und dient ausschließlich der Sicherheit der Anwohner und unserer Einwohner.

Dies & das …

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat mitgeteilt, dass in diesem Jahr monatlich eine 1% Stichprobenerhebung über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt sowie zur Wohnsituation der Haushalte durchgeführt wird. Natürlich sind die rechtlichen Voraussetzungen gegeben und alle Angaben unterliegen dem Thüringer Datenschutzgesetz. Auch aus unserer Gemeinde werden Haushalte befragt, denen aber die Befragung angekündigt wird und für die Haushalte besteht dann Auskunftspflicht.

 

Unter www.gemeinde-uder.de können sich Interessierte schon einmal die Planung des zukünftigen Leineparkes anschauen. Technisch sicherlich nicht perfekt; aber die wesentlichen Details sind zu erkennen. Danke an Ludwig Backhaus, der unseren Internetauftritt stets aktualisiert.

 

Die 875-Jahrfeier der Gemeinde wurde 1964 in einem Schmalfilm festgehalten und zur 900-Jahrfeier nochmals abgespielt. Seitdem sind er und eine angefertigte Kopie verschwunden. Für Hinweise zum Verbleib sind Kalli Kaufhold und ich sehr dankbar. Bitte unbedingt melden.

Das hat uns nicht gefallen:

Nach und nach verabschieden sich die Gemeinden unserer Verwaltungsgemeinschaft aus der Zweckvereinbarung zur Betreibung der Bibliothek. Nach dem Freibad nun eine weitere Einrichtung, die wir als größte Gemeinde für alle Einwohnerinnen und Einwohner der VG finanziell bereithalten. Gerade vor dem Hintergrund der Pisa-Studien sollte man sich diesen Schritt noch einmal überlegen. Es sind vorwiegend Kinder, die diese Einrichtung nutzen, auch aus den Dörfern, die die Finanzierung eingestellt haben.

Das hat mir nicht gefallen…

und darüber habe ich mich sehr geärgert. Ich habe nämlich erstmalig einen runden Geburtstag eines Einwohners kurz vor Weihnachten einfach vergessen. Ich möchte es nicht auf den üblichen „Weihnachststress“ schieben, denn es darf einfach nicht passieren. Aber der Jubilar hat meine Glückwünsche mit dreitägiger Verspätung locker angenommen und deshalb möchte ich mich nochmals bei ihm bedanken.

Das hat uns besonders gut gefallen:

Viele Glück- und Segenswünsche zur Weihnachtszeit und zum neuen Jahr sind bei mir eingetroffen. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. Steffen Rott hat aber seine Glückwünsche damit verbunden, dass er eine Kindereinrichtung, und somit die Zukunft unserer Gemeinschaft, mit einer gewissen Summe unterstützen möchte. Diese Hilfe wird gern angenommen und ich bin mir sicher, dass sie auch gut verwendet wird.

 

Auch über die Weihnachtsfeiertage und den zurückliegenden Jahreswechsel hat der Winterdienst der Gemeinde wieder prima funktioniert. Ein Dankeschön deshalb an Mirko, Matthias und ihre fleißigen Helfer.

 

Nicht nur „Der Kleine Prinz“ stammt aus der Feder von Antoine de Saint Exupèry, sondern auch dieser Spruch passend zum Jahresanfang:

 

„Was die Zukunft anbelangt, so haben wir nicht die Aufgabe sie vorherzusehen, sondern sie zu ermöglichen.“



Uderaner und Schönauer geht Wählen!