Dezember 2006

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

und wieder liegt ein Jahr fast hinter uns. Für Viele sicherlich mit bewegten und schönen Momenten verbunden, die man gern festgehalten hätte. Einige werden wegen des Verlustes eines lieben Menschen oder aus gesundheitlichen Gründen das Jahr leider in trauriger Erinnerung behalten und wieder Einige stellen lapidar fest, dass sie ein Jahr älter geworden sind. Auch für die Gemeinde geht ein Jahr mit Höhen und Tiefen zu Ende. Die Tiefen konnten sie meistens unter der Rubrik „Das hat uns nicht gefallen“ lesen und da will ich hoffen, dass diese Artikel im nächsten Jahr deutlich weniger werden. Zu den Höhen möchte ich doch das gute Klima innerhalb des Gemeinderates, die gute Atmosphäre unter und in den Vereinen und die vielen gelungenen Veranstaltungen, ob nun Fasching, Kirmes, Nacht der Pferde, Straßenfeste oder das Ossenritterfest, nennen. Natürlich freut man sich über den Landesmeistertitel unserer Fußballdamen und auch, wenn die Aufgaben, die im Haushalt der Gemeinde vorgesehen sind, kontinuierlich und in bester Qualität abgearbeitet werden. Alle erfreulichen Dinge aufzuführen, dazu reicht der Platz leider nicht aus. Aber eines möchte ich nicht unerwähnt lassen und wird im nächsten Jahr mit Sicherheit wieder für Spannung sorgen: Wer wird Ossenritter des Jahres? Vorschläge nehme ich jederzeit entgegen. Nun wünsche ich Ihnen noch ein paar besinnliche Tage in der Adventszeit, frohe und gesegnete Weihnachten, zwischen den Jahren Zeit für Familie und Hobby und einen guten Rutsch in das Neue Jahr. Was immer es bringen mag, denken Sie daran:

In jeder Minute, die man mit Ärger verbringt, versäumt man sechzig glückliche Sekunden.

 

 

Ihr Gerhard Martin

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

- Kurz vor Jahresende wurde noch einmal eine wichtige Angelegenheit im Hauptausschuss diskutiert und entschieden. Manfred Hugo, Inhaber des gleichnamigen Getränkefachgroßhandels wird auf eigenen Wunsch aus dem Vertrag zur Betreibung des Riedelsburgsaales ausscheiden. Da dieser Vertrag aber eine Laufzeit bis zum Jahr 2008 hatte, war es das berechtigte Interesse der Gemeinde, natürlich einen neuen Partner zu bekommen, um die Versorgung auf dem Saal zu gewährleisten. Mit Paul Ludolph als Eigentümer des Gasthauses „Zur Riedelsburg“ wurde ein Nachfolger gefunden und ein eigener Vertrag ausgearbeitet. Beides, sowohl die Auflösung des Vertrages mit Herrn Hugo und der Abschluss des Vertrages mit Herrn Ludolph, wurde vom Hauptausschuss genehmigt. Voraussetzung war auch, dass uns mit Gerhard Piltz der Ansprechpartner für sämtliche Angelegenheiten von Vermietung bis zu den Absprachen mit Schule, Kindergärten und Vereinen erhalten bleibt. Auch dies ist nun vertraglich geregelt. Noch nicht gleich, aber in nicht allzu ferner Zukunft haben wir somit die Möglichkeit, mit nur einem Vertragspartner über die notwendigen baulichen Veränderungen des Riedelsburgsaales zu reden. Dass in diesem Bereich etwas gemacht werden muss, steht außer Frage. Wer zur Kirmes, zu Fasching oder bei anderen Gelegenheiten einmal den Saal und die sanitären Anlagen genauer betrachtet, wird ebenfalls zu diesem Ergebnis kommen. Aber das Geld wächst auch in Uder nicht an den Bäumen und wir müssten es nur pflücken. Nein; zunächst muss eine vernünftige Planung des Objektes erfolgen und dann muss man sehen, wie wir die benötigten Finanzmittel erwirtschaften, sprich wie man auch Fördermittel akquirieren kann.

- Mittlerweile haben sich alle anderen Gemeinden der VG aus der Zweckvereinbarung zur Betreibung der Bibliothek verabschiedet. Mit der Folge, dass nun auch die Personalkosten nur noch von der Gemeinde Uder getragen werden (das Schwimmbad lässt grüßen!). Dies wollen wir zunächst für ein Jahr auch noch tun, werden aber die Zeit nutzen, um uns nach Alternativen umzuschauen. Auf keinen Fall wird es ein generelles Aus für die Bibliothek geben; Pisa-Studie und die Nachfrage aus der Gemeinde sprechen dazu eine deutliche Sprache.

- Auch über die Mitgliedschaft der Gemeinde im VVH (Verkehrsverband Heiligenstadt) wurde diskutiert. Einst zur touristischen Vermarktung des Altkreises Heiligenstadt gegründet, beschränken sich die Aktivitäten doch nun zu einem überwiegenden Teil auf unsere Kurstadt. Wir haben aber mit der Familien- und Ferienstätte Eichsfeld eine Einrichtung im Ort, die uns als Gemeinde Uder doch überregional mehr bekannt macht. Daher auch zunächst die Überlegung, das auf der einen Seite einzusparende Geld in eine Kooperation mit der Familien- und Ferienstätte zu investieren.

 

Was tut sich momentan in Uder?

- Maria Zeh heißt „die Neue“ im Jugendclub und kommt aus Heiligenstadt (gebürtig aus Leipzig). Sie ist jung, ausgebildete Erzieherin, spricht perfekt Englisch, ist sehr musikalisch und sprüht vor Ideen. Ideale Voraussetzungen, um mit unseren Jugendlich die Freizeit zu gestalten. Ich hatte bei der Vorstellung im Gewölbekeller sehr positive Eindrücke und hoffe, dass sich die Eindrücke eines „alten Mannes“ nicht sehr von denen der jungen Leute unterscheiden.

- Die gute Witterung hat es ermöglicht, dass etwas von der Zeit bei der Gestaltung des Parks aufgeholt werden kann, die uns durch die späte Bescheinigung der Förderung verloren gegangen ist.

 

Dies & das …

- Ein herzliches Dankeschön an beide Kindergärten, die wieder den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz so schön geschmückt haben. Ein Dankeschön auch an den Leinetal-Baumarkt, die Firmen Siewe und Rohmund, ohne deren Technik wir seit Jahren diese schönen Tannen nicht hätten aufstellen können.

- Auch die 25. Ausgabe des Gemeindeboten habe ich privat finanziert und somit nicht den Haushalt der Gemeinde belastet. Dadurch komme ich in keine Abhängigkeiten, kann auch einmal etwas sehr Privates wie in der letzten Ausgabe schreiben und bin niemandem Rechenschaft schuldig. Ich freue mich natürlich über den Zuspruch, den Sie mir bei den verschiedenen Anlässen geben und ich bin froh, wie viele doch mit offenen Augen und Ohren durch Uder und Schönau gehen und sich für die Belange der Gemeinde interessieren. Dies, und eine noch größere Verbundenheit zwischen denen, die Entscheidungen treffen müssen und denen, die davon betroffen sind, möchte ich mit dem Gemeindeboten bewirken.

 

Das hat uns nicht gefallen:

Nachdem wir im Rahmen des Frühjahrsputzes den Containerplatz beim Rewe-Markt schon einmal von Müll beräumt hatten, mussten wir dies nun erneut tun. Obwohl ein Schild darauf hinweist, wird von manchen Zeitgenossen einfach jeglicher Müll dort illegal entsorgt. Was geht nur in deren Köpfen vor?

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

- Es gibt sie noch, die freiwillige und unentgeltliche Arbeit für die Gemeinde. Michael Siegmund hat dies bewiesen. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofes hat der gelernte Gärtner in den letzten Tagen die Bepflanzung der Blumenrabatten übernommen. Wir danken ihm schon jetzt und freuen uns auf den Frühling, wenn wir die Früchte ihrer Arbeit bestaunen können.

- „Wir wollen gern den Erlös unserer Aktion beim diesjährigen Oktoberfest einer Einrichtung in Uder zukommen lassen“ so Frau Piltz vom gleichnamigen Parketstudio und bat mich dabei um Unterstützung. Davon profitieren wird unser Jugendclub, der sich über diese unerwartete 200€- Spende sehr freut und sie gut gebrauchen kann.

- Im letzten Jahr hatte mir Steffen Rott die Unterstützung für eine Kindereinrichtung per Weihnachtswunsch zukommen lassen. In diesem Jahr tut er dies für beide Einrichtungen. Herzlichen Dank.

- Sowohl unsere Grundschule als auch die Regelschule haben uns in diesem Jahr wieder mit einem tollen Weihnachtsprogramm beglückt. Ein herzliches Dankeschön an die Kinder, die Erzieher und alle, die einen Anteil am Gelingen der schönen Veranstaltungen hatten.

- Immer wieder sprechen mich Leute an und haben den Hinweis zu „Das hat uns gefallen/nicht gefallen“. Manchmal kann man Kleinigkeiten sofort erledigen, manchmal leider nicht. Aber dass Sie mich aufmerksam machen, steht richtig unter „besonders gut gefallen“!

 

Zum Jahreswechsel werden sich bekanntlich gute Vorsätze genommen und man träumt auch schon mal von vielen schönen Dingen. Passend dazu ein Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach:

„Denke nicht, du bist arm, nur weil sich deine Träume nicht erfüllen. Arm sind die Menschen, die keine Träume haben“

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!