September 2005

Liebe Einwohnerinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

in wenigen Tagen finden die Wahlen zum Deutschen Bundestag statt. Ich möchte Sie ermutigen, den Weg ins Wahllokal zu gehen und von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Freie und geheime Wahlen sind ein hohes Gut, das mit der Wende im Herbst 1989 erreicht wurde und viele wissen noch, dass es einmal nicht so war. Egal wen Sie als Kandidaten favorisieren, welcher Partei oder Gruppierung Sie ihre Zweitstimme geben; wichtig für die erreichte Demokratie ist, dass Sie ihre Stimme abgeben.

Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, die uns bei der Durchführung der Wahl behilflich sein wollten. Wir konnten leider nicht alle berücksichtigen, da ich gern auf die Hilfe der Gemeinderatsmitglieder zurückgreifen wollte. Sie sind von Ihnen für den Dienst an der Gemeinde gewählt worden und alle Mitglieder haben, sofern sie keine anderen Verpflichtungen hatten, selbstverständlich diese Auffassung geteilt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an alle, die in den letzten Jahren diesen Dienst versehen hatten und nun aus oben genannten Gründen diesen Wahlsonntag wieder im Kreise der Familie verbringen können. Nochmals meine herzliche Bitte: Gehen Sie zur Wahl!

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Der Hauptausschuss hat sich seiner Sitzung mit dem Nutzungsvertrag zwischen Gemeinde und Sportverein befasst, hat die Vorbereitung der Bundestagswahl und die Bestätigung der Wahlvorstände vorgenommen und den Beteiligungsbericht der Gemeinde an der TEAG zur Kenntnis genommen. Breiten Raum nahmen unsere alte Chronik und die geplante Fortsetzung ein. Zunächst wurde sich auf einen Preis von 18.90€ für die Wiederauflage der Chronik „Uder und seine Geschichte“ von Konrektor Bernhard Siebert geeinigt. Die Einnahmen sollen der Vorfinanzierung der Fortsetzung dienen. Erwerben können Sie die Chronik während der Bürgermeistersprechstunde oder bei Frau Hackethal während der Öffnungszeiten der Bibliothek und zusätzlich mittwochs von 8.00 bis 13.00 Uhr, ebenfalls in der Verwaltungsgemeinschaft.

 

Dorfgespräch:

In der nächsten Ausgabe des Höhberg-Echos wird detailliert über die Einsegnung des neu gestalteten Kriegerdenkmals berichtet und dann gibt es auch Bildmaterial dazu. Ich möchte mich aber schon jetzt bei allen Vereinen, bei Probst Durstewitz und Pfarrer Brodmann bedanken, die für einen sehr würdigen Tag in der Geschichte der Gemeinde gesorgt haben. Und nach der Einsegnung des Kriegerdenkmals haben sich unsere Vereine alle Mühe gegeben, die Anwesenden beim Ossenritterfest zu unterhalten. Ich hatte es ja versprochen, es wird ein toller Abend und er ist es auch geworden. Ein voller Saal, eine super Stimmung, zwei Überraschungsgäste und zum Abschluss noch Tanzmusik haben eine Veranstaltung abgerundet, die mit Sicherheit eine Fortführung erfährt. Danke an alle Mitwirkenden und ihre Vereinsvorsitzenden, die dieses Programm gestaltet haben. Danke auch an Maik Pinkert, der die Chronik ausführlich vorgestellt hat. Ein ganz herzliches Dankeschön an Gerhard Pilz und seinem Team vom SCU, die diesen Tag so hervorragend vor- und nachbereitet haben und mich sogar überraschten. Ich bin stolz, ein klein wenig Verantwortung in einer Gemeinde zu tragen, die solche Vereine hat.

 

Was tut sich momentan in Uder?

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Die Arbeiten in der Gartenstraße haben begonnen und ich bin zuversichtlich, dass sie zügig und in gewohnter Qualität von den beteiligten Firmen ausgeführt werden.

In den nächsten Tagen ist das Genehmigungsverfahren zum Anbau des Lastenaufzuges an den Saal „Zur Linde“ abgeschlossen und der Auftrag kann ausgeschrieben und dann vergeben werden.

Die Arbeiten zur Verlegung der Telekomkabel laufen auf Hochtouren und sind mittlerweile in der Kirchgassen angelangt. Die Gemeinde wird dafür sorgen, dass auch gleich die Leitungen für die Straßenbeleuchtung mit verlegt werden.

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Dies & das …

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Die erste Lesung der neuen Chronik ist erfolgt und nun gilt es noch Nacharbeiten anzufertigen. Die politische Situation von der Wende bis heute muss noch niedergeschrieben werden und auch die Vereine sind gebeten worden, den Entwurf zu studieren, zu korrigieren und zu ergänzen. Wir sind uns einig, dass Sorgfalt vor Schnelligkeit geht.

Der Ausflug in die Krombacher-Brauerei mit den Vereinsmitgliedern war eine gelungene Sache. Stadtrundgang in Siegen und anschließender Genuss der Krombacher Produkte; eine interessante und erfrischende Mischung. Schade, dass Einige kurzfristig absagen mussten und somit Plätze verschenkt wurden.

In der Juli-Ausgabe des Gemeindeboten habe ich noch berichtet, dass keine Fördermittel für den ländlichen Wegebau nach Lenterode und den Brückenbau an der Obermühle vorhanden sind. Jetzt haben wir aber doch die Zusage der Mittel erhalten, dürfen aber erst im Jahr 2006 mit der Maßnahme beginnen. „Gut Ding braucht Weile“ meint man sicherlich in Erfurt; uns soll es recht sein.

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Das hat uns nicht gefallen:

Wir freuen uns, dass der Bauhof und Herr Müller die Rabatten so akkurat in Ordnung bringen. Aber es kann mich nicht zufrieden stellen, wenn sie nach vier Wochen schon wieder gepflegt werden müssen. Ist mir die Gemeinde, ist mir der optische Eindruck davon, so wenig wert, um nicht einmal vor der Haustür ein bisschen Unkraut zu zupfen? Es wäre schade. Dass es auch anders geht, zeigen Viele, denen ich auch herzlich danken möchte. Es ist ja nicht nur eine Visitenkarte für den Ort.

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

„In Pfunds in Tirol hat eine Naturkatastrophe den Ort heimgesucht, hat die Infrastruktur vernichtet und viele Existenzen an den Rand des Ruins getrieben. Und was macht man in solchen Situationen? Was macht man, wenn man weiß, dass der eigene Ort auch an einem Fluss liegt und es schnell auch mal das eigene Grundstück, das eigene Haus oder die Verwandtschaft treffen könnte? Man übt selbstverständlich Solidarität. Und gerade um ein kleines Stück Solidarität möchte ich sie jetzt bitten.“ Mit diesen Worten habe ich eine Sammlung beim Ossenritterfest gestartet und freue mich über 532,24€, die wir beim Benefizkonzert übergeben wollen. Ich habe auch meinen Kollegen aus Pfunds geschrieben, um eventuell konkrete Hilfe leisten zu können. Die Antwort steht noch aus, aber ich informiere Sie darüber. Danke auch Manfred Hugo.

 

 

 

 

Zur bevorstehenden Bundestagswahl fallen mir die Worte des großen englische Dramatikers George Bernard Shaw ein:

„Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen“.