November 2005

Liebe Einwohnerrinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

ist es Ihnen auch schon mal so gegangen, dass sie meinen es gut machen zu wollen und sich plötzlich zwischen zwei Parteien befinden? Seit einem halben Jahr versuche ich einen „gordischen Knoten“ zu lösen. Ich meine den Standort der Papier- und Flaschencontainer am Bachrasen. Einige wollen sie aus der Nähe der Wohnbebauung heraushaben, weil die Leute zu allen möglichen Zeiten ihr Zeitungspapier und ihre Flaschen loswerden wollen und dabei keine Rücksicht auf die Anwohner nehmen. Andere (vor allem Ältere) wollen den Standort erhalten, weil sie die weitere Wege fürchten. Ich kann beide Argumente verstehen und nachvollziehen. Aber wie entscheidet man nun? Macht man eine Anwohnerbefragung, wird es sicherlich eine Mehrheit für einen Vorschlag geben. Aber es könnte dann sein, dass die Befürworter des unterlegenen Vorschlags sich enttäuscht zurückziehen und das momentan sehr gute Einvernehmen in der Straße wäre in Gefahr. Die einfachste und zugleich die sauberste Lösung wäre: Die Container bleiben an ihrem jetzigen Standort und alle halten sich daran, die Container nur zu den angegebenen Zeiten zu befüllen und auch nicht mehr hineintun, als hinein passt. Dann haben alle am Abend ihre Ruhe, der Platz wäre auch weiterhin so schön gepflegt und ich könnte mich ohne schlechtes Gewissen wieder mit allen unterhalten. Wäre dies ein Vorschlag? Den man übrigens auf alle Standorte ausdehnen sollte, dem Ort zuliebe.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

<typolist>

Der Gemeinderat hat einstimmig den Nachtragshaushalt der Gemeinde verabschiedet. Umschichtungen der vorhandenen Mittel waren notwendig geworden, da verschiedene Baumaßnahmen doch teurer als angenommen wurden (dies betrifft insbesondere das Ärztehaus) oder werden und andere nicht begonnen werden konnten. Wir mussten mehr Geld aus der Rücklage entnehmen, als vorgesehen, brauchen aber auch keine Kredite aufnehmen, sondern fahren weiterhin systematisch die Schulden nach unten. Einzig die Neuanschaffung von einer Schere und einem Spreizer für die Unfallhilfe durch die Feuerwehr wurde zusätzlich gebilligt und als notwendig erachtet. Ich möchte Ihnen das gesamte Zahlenwerk nun aber nicht weiter erläutern, sondern bei Interesse auf meine Sprechstunde verweisen, wo dann ausreichend Zeit zur Information bleibt.

Die Gemeinde und der Sportverein haben eine Vereinbarung zur Betreibung der kommunalen Sportstätten ausgearbeitet, die ebenfalls einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Das Vertragswerk regelt nun die Zuständigkeiten und die gegenseitige Unterstützung und beiden Seiten sind darüber sehr erfreut.

Wir haben das Gespräch mit den Vizepräsidenten des Landesverwaltungsamtes noch vor uns, aber unsere Kritik ist in Weimar angekommen. Unabhängig davon haben wir nochmals die Abrundungssatzung für die Gemeinde Uder (für den Ortsteil Schönau ist sie längst in Kraft) überarbeitet und die Korrekturen abgewogen. Sie liegt jetzt erneut aus und kann dann hoffentlich bald genehmigt werden.

Für den Neubau des REWE-Marktes liegen die Pläne ebenfalls nochmals für 14 Tage zur Einsicht in den Räumen und zu den Sprechzeiten der Verwaltungsgemeinschaft aus.

Im Hauptausschuss haben wir Anträge auf finanzielle Unterstützung zweier Vereine beschlossen. Der Heimatverein Martin Weinrich will das Leben und Wirken des bekannten Mundartdichters und Namensgebers allen Uderaner mit einer Ausstellung und einem Tag der offenen Tür im Vereinshaus näher bringen. Dem Männergesangverein wurde für seine Auftritte über Kreis- und Landesgrenzen hinweg ein Obolus gewährt. Bei beiden Vereinen wurde die soziale Bedeutung hervorgehoben.

</typolist>

 

Was tut sich momentan in Uder?

<typolist>

Im letzten Gemeindeboten bereits angekündigt, wird es nun bald mit dem Neubau der Brücke bei der Obermühle beginnen (im Gemeinderat wurde der Bürgermeister beauftragt, den Bauvertrag zu unterschreiben). Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert und wir hoffen auf einen zügigen Bauverlauf. Warum, bin ich gefragt worden, baut ihr eine neue Brücke? Aus zwei Gründen: 1. die ältere der zwei ist nur noch bedingt tragfähig und die neue ist eine Behelfsbrücke gewesen und sollte schon längst zurückgebaut sein und 2.: durch die Zusammenlegung mit dem ländlichen Wegebau konnten wir hier Fördermittel erhalten, die bei einem „normalen“ Brückenbau nicht ausgereicht werden. Und 30.000 € haben oder nicht haben...

Die Bauarbeiten in der Gartenstraße sind gut vorangeschritten, so dass bei günstiger Witterung noch mit der Fertigstellung gerechnet werden kann.

Laut Aussage der Deutschen Telekom soll bis Ende November ein Teil des Ortes über DSL verfügen und damit können die Anwohner auf dem Datenhighway wesentlich schneller und preiswerter surfen.

</typolist>

 

Dies & das …

<typolist>

In diesen Tagen wird Frau Helga Gümpel im Erfurter Kaisersaal für ihr jahrzehntelanges unermüdliches Wirken im Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes geehrt. Sie ist nicht nur bei den vielen Blutspendeterminen immer anzutreffen, sondern sie ist auch noch im Vorstand des rührigen Ortsverbandes. Herzlichen Dank für dein und das Engagement des gesamten Ortsverbandes.

Auch der Landkreis ehrt zum 4. Mal ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger. In diesem Jahr werden aus Uder Frau Christa Brandies für die Seniorenbetreuung, Herr Manfred Weinrich für seine Übungsleitertätigkeit in der Sparte Tischtennis und Frau Susann Apel-Gümpel für ihre Arbeit mit der Prinzengarde und den Funkenmariechen am Empfang teilnehmen.

Ich bin der netten Frau sehr dankbar, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich nicht nur die Hundehalter, sondern auch die Pferde- und Katzenfreunde an ihre Pflichten erinnern soll.

Ich bin gespannt, ob Präsident Gerhard Pilz die Sprechstunden abhält, da der Carnevalsverein seit dem 11.11 die Rathausschlüssel besitzt!

</typolist>

 

Das hat uns nicht gefallen:

<typolist>

Noch können wir nicht sagen, welche konkreten Auswirkungen die neue Familienoffensive der Landesregierung auf unsere Kindergärten haben wird und selbstverständlich sind wir im Gespräch mit unseren zwei Einrichtungen und dem zuständigen Amt in der Kreisverwaltung. Aber die Verunsicherung ist groß und ich hätte mir gewünscht, dass man erst mit einem komplett schlüssigen Konzept an die Träger und das Personal der Kindergärten herangetreten wäre.

Die Gemeinde ist über unseren Bauhof immer bemüht, die Abfalleimer bei den Bänken entlang der Bundesstraße, im Park, an den Wanderwegen oder des Radweges zu entleeren, um die Verunreinigungen auf ein Minimum zu beschränken. Leider haben einige Zeitgenossen entweder zuviel oder zuwenig „Zielwasser“ getrunken und schmeißen permanent ihren Müll daneben. Ob man so achtlos auch in den eigenen vier Wänden ist?

</typolist>

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

<typolist>

Seit einiger Zeit laufen Gespräche zwischen Heimatverein und Carnevalsverein, ob in das Repertoire der jungen Damen der Tanzgruppen auch Volkstanz aufgenommen werden kann. Natürlich ist dann auch die entsprechende Kleidung Voraussetzung und dies wiederum ist mit Kosten verbunden. Dies alles einem netten Mann vorgetragen hat bewirkt, dass er sich an einer Unterstützung unseres Vorhabens mit 500 € beteiligen will. Danke für soviel Hilfe bei der Pflege von Brauchtum und Tradition. Danke aber auch an beide Vereine, die damit das kulturelle Leben der Gemeinde um einen weiteren Baustein bereichern wollen.

</typolist>

 

 

 

Eine Weisheit der Sioux-Indianer regt sicherlich auch bei uns zum Nachdenken an:

 

„Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite. Manchmal lehrt mich die schlechte Seite des Lebens mehr Weisheit als die Gute“.



Uderaner und Schönauer geht Wählen!