März 2005

Liebe Einwohnerinnen,

liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

 

ganz aktuell will ich von der ersten Einwohnerversammlung berichten. Ich habe mich gefreut, dass viele Interessierte den Weg zur „Linde“ gefunden hatten und hoffe, dass Sie die Informationen erhielten, die sie erwartet haben. Um es beim Gemeindehaushalt vorneweg zu sagen, dass wichtigste in unserer Gemeinde sind nicht die große Anzahl instand gesetzter Straßen, ordentlich gestaltete Plätze und Einrichtungen und auch nicht die Anzahl von Baumaßnahmen. Das wichtigste sind die Einwohnerinnen und Einwohner unserer Gemeinde. Wir haben Ihnen im letzten Jahr mit den erstmaligen Straßenausbaubeiträgen eine finanzielle Last aufgebürdet, die jede Familie, jeder Grundstückseigentümer erst einmal verkraften muss. Es war uns daher selbstverständlich, dass wir in diesem Jahr keine Maßnahmen beginnen, die einen grundhaften Ausbau bedeuten und somit beitragspflichtig werden. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 28. Februar die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan einstimmig verabschiedet und so können wir nun ans Werk gehen, um den Worten auch Taten folgen zu lassen. „Es gibt viele Dinge, über die braucht man nicht zu reden, die muss man nur tun“, hat Phil Bosmans einmal gesagt. Wir wollen es gern tun.

Für die gelungene Repräsentation bedanke ich mich ganz herzlich bei Gerhard Pilz, der mit seiner Technik eine Bereicherung des Abends war. Lesen Sie die Haushaltsdaten bitte im Mittelteil.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat:

Noch nicht einmal vor der ersten Sitzung des neuen Gemeinderates hatte ich ein solch flaues Gefühl in der Magengegend wie jetzt vor der Gemeinderatssitzung zur Verabschiedung des Haushaltes 2005. „Können wir uns das noch leisten? Hast du dies auch alles berücksichtigt? Wie viel wollen wir in der Rücklage belassen, um auf Unvorhergesehenes noch reagieren zu können? Bist du verantwortungsvoll mit den Mitteln umgegangen?“ – Fragen, die mir doch mächtig den Schlaf geraubt haben. Die aber, und dass ist erfreulich, letztendlich unbegründet waren. Alle Mitglieder des Gemeinderates haben den Haushaltsentwurf als machbar angesehen und gebilligt. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle für die konstruktive und, über Fraktionsgrenzen hinweg, vertrauensvolle und pragmatische Zusammenarbeit bedanken. Mein Dank gilt auch Herrn Riethmüller und Herrn Schweißhelm, die mir sehr hilfreich zugearbeitet haben. Der Haushalt 2005 schließt in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes ausgeglichen mit 1.788.400 € und im Vermögenshaushalt mit 712.800 € ab. Eine Kreditaufnahme für Investitionen bzw. Investitionsmaßnahmen ist nicht vorgesehen. Verpflichtungsermächtigungen werden keine veranschlagt. Die Hebesätze für die Gemeindesteuern bleiben unverändert.

Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind:

137.500 € in der Grundsteuer B, ca. 400.000 € Gewerbesteuer, 206.000 € Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, 538.400 € Schlüsselzuweisungen des Landes, 75.000 € Konzessionsabgabe der EAM, Mieten und Pachten mit 76.600 €, 67.000 € Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer und 68.000 € aus dem Familienlastenausgleich.

Die wichtigsten Einnahmen im Vermögenshaushalt sind:

Fördermittel des Landes in Höhe 110.500 €, Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt von 183.700 €, die Investitionspauschale von 47.300 € und eine Entnahme aus den Rücklagen von 369.300 €.

Die wichtigsten Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind:

Die Kreisumlage schlägt mit 482.100 € zu Buche, die VG-Umlage beträgt 265.200 €, die Gewerbesteuerumlage ist mit 90.000 € berechnet, Personalausgaben für den Bauhof belaufen sich auf 153.600 €, der Personalkostenzuschuss für unsere Kindergärten beträgt 165.000 €, Zinsen sind in Höhe von 65.400 € fällig und für Unterhaltung und Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Grundstücke sind insgesamt 104.000 € eingeplant.

Die wichtigsten Ausgaben im Vermögenshaushalt sind:

Reparatur der Gartenstraße mit 95.000 €, die schrittweise Sanierung des Ärztehauses mit 100.000 €, Baumaßnahme an der Brücke bei der Obermühle mit 90.000 €, Restzahlungen für den 3. Bauabschnitt B80 mit 75.00 €, Ländlicher Wegebau nach Lenterode mit 80.000 €. An beiden Sälen werden Umbauarbeiten von 23.000 € (Lindesaal) und 20.000 € (Riedelsburg) durchgeführt, in der Brückenstraße wird die Teerdecke zwischen den beiden Brücken geschlossen (8.500 €) und Planungskosten für die Dorferneuerung in Schönau (20.000 €), die Umgestaltung des Parks und des Dorfgemeinschaftshauses sind eingestellt. Weniger Kosten entstehen bei der Dachsanierung des Schlauchturms der Feuerwehr, der Herrichtung des Spielplatzes im neuen Wohngebiet, der Umzäunung des neuen Sportplatzes, der Beleuchtung und Elektroanschlusses des Grillplatzes. Der größte Posten sind die Tilgung von Krediten, die mit 110.700 € zu Buche schlagen.

 

Was tut sich momentan in Uder:

<typolist>

bereiten wir den ersten gemeinsamen Frühjahrsputz der Gemeinde und der Vereine am Samstag, den 16. April, vor. Die Feuerwehr will die Bachläufe reinigen, die Jugendfeuerwehr den Park und den Mühlgraben, die Pfadfinder wollen sich um die Sauberkeit des Radweges kümmern, der SCU will mitarbeiten - um nur ein paar Beispiele aufzuzeigen. Auch die Jugendlichen wollen sich einbringen und natürlich sind weitere freiwillige Helfer gern gesehen. Wir beginnen den Frühjahrsputz um 9.00 Uhr und treffen uns dazu vor der Feuerwehr.

</typolist>

Dies & das …

<typolist>

wird es im Gemeinderat eine personelle Veränderung in der CDU- Fraktion geben. Bernd Apitz hat aus beruflichen Gründen sein Mandat niedergelegt und für ihn wird der Vorsitzende der Waldinteressentengemeinschaft, Uwe Beume, als Nachrücker in das Gemeindeparlament einziehen.

</typolist>

Das hat uns nicht gefallen:

<typolist>

Auch dem Straßenbauamt gefällt der Anblick des Zaunes Ecke Schmiedegasse/Straße der Einheit nicht. Aber, und das musste uns Franz Rohmund leider bestätigen, ist für eine Erneuerung kein Geld vorhanden. Jetzt wollen wir uns gemeinsam Gedanken machen, wie wir dieses Terrain sinnvoll gestalten können und haben schon einmal einen Landschaftsarchitekten „einen Blick drauf werfen lassen“.

</typolist>

Das hat uns besonders gut gefallen:

<typolist>

Klaus Röhrig hatte mich im Interesse älterer Bürger auf fehlendes Geländer an der Treppe bei der Mariengrotte hingewiesen. Ein Anruf beim Forstamt in Ershausen hat genügt, und schon haben sich die Uderaner Herr Hermann und Herr Beume dafür eingesetzt, der Gemeinde das Geländer bis fast zum alten Sportplatz zur Verfügung zu stellen. Danke für den Hinweis und ein besonderes Dankeschön an die beiden Herren vom Forstamt.

Hat sich der Lieferant des Kinderspielplatzes vom Wohngebiet Bachrasen/Ziegelweg gemeldet und will zur Einweihungsfeier mit Fanta, Sprite, Cola und 100 Bratwürsten anreisen. Termin folgt! Denn: Erst die Arbeit – dann das Vergnügen!

Das „Ossenritterfest“ für alle Bürgerinnen und Bürger findet in diesem Jahr am Samstag, den 3. September, statt. Alle Vereine wollen sich entsprechend ihrer Möglichkeiten bei der Programmgestaltung einbringen. Koordinieren wollen das Fest die Gemeinde und die Showtanz- und Carnevalsgesellschaft (SCU). Nähere Informationen später!

</typolist>

 

 

 

Diesen Hinweis von William Penn Adair Rogers will ich gern berücksichtigen:

„Willst du Erfolg haben, müssen drei Dinge zusammenkommen: Du musst wissen, was du tust, lieben was du tust, und an das glauben, was du tust“.