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Katholische Kirche "St. Jakobus d. Ä. zu Uder"

Katholische Kirche St.Jakobus d. Ä. zu Uder

Wie in jeder anderen größeren Ortschaft des Eichsfeldes oder in anderen Gebieten, so überragt auch in Uder der Kirchturm mit Kreuz und Wetterfahne die übrigen Häuser und Bauwerke des Ortes.

 

Diese um 1100 vorhandene Urkirche stand fast an der gleichen Stelle, an der die heutige Kirche steht. 1582 wurden unter Pfarrer Henricus Tilesius erstmalig, wenn auch unvollständig, die Kirchenbücher geführt.

 

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war der bauliche Zustand der Kirche wahrscheinlich sehr schlecht. Pfarrer Tilesius sorgte jedenfalls dafür, dass 1608 ein vollständiger Umbau erfolgte. Die Kirche hatte jetzt eine Länge von 12 Metern und eine Breite von 6 Metern und war außen mit Putz versehen. Im äußeren Baustil war sie der jetzigen Kirche sehr ähnlich.

 

Als Pfarrer Theodorus Lippolt seine Pfarrstelle antrat, war der Bau der Kirche soweit abgeschlossen. 1720 erfolgte eine Erneuerung des Hauptportals und konnte 1752 ein neuer Hochaltar eingebaut werden. 1895 wurde eine neue Orgel angeschafft.

 

1908 wurde der Kirchenneubau beschloosen, da die Kirche aufgrund der stark gestiegenen Einwohnerzahl zu klein wurde. Mit der Genehmigung wurde die Auflage erteilt, alle Kunstschätze zu erhalten. So fanden Flügel- und Hochaltar, Taufstein, Stuhlwangen u. a. Gegenstände wieder ihren Platz in der neuen Kirche.

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Kirche ist das ca. 40 cm hohe, geschnitzte Reiterstandbild des hl. Georg, dessen Herkunft ungewiß ist. Einer Sage nach soll die Figur von einem Pferd beim Ackern freigescharrt worden sein.

 

Evangelische Christuskapelle

Evangelische Christuskapelle zu Uder

Die evangelische Christuskapelle ist auch weithin sichtbar und steht in zentraler Dorflage an der "Straße der Einheit". Im Jahre 1998 konnte das 70-jährige Kirchweihjubiläum gefeiert werden.

 

Am 29. Juni 1928 wurde die Christuskapelle feierlich als Filialkirche der Evangelischen Gemeinde in Heiligenstadt eingeweiht. Es finden immer noch Gottesdienste in der Kapelle statt.

 

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab es mehrere ortsansässige evangelische Christen in Uder und bald wurde der Wunsch geäußert, eine eigene Kirche bzw. Kapelle zu bauen. Später konnte dann ein Bauplatz erworben werden, auf dem die heutige Christuskapelle steht.

 

Finanziell unterstützte besonders das Gustav-Adolf-Werk den Kirchenbau. Damals beim Bau bzw. bei der Inneneinrichtung der Christuskapelle halfen besonders viele Sponsoren von evangelischen Kirchengemeinden in der heutigen Kirchenprovinz Sachsen bei der Finanzierung mit.

 

Die beiden Glocken im Turmdachreiter stifteten die Gemeinden der Kirchenkreise Bleicherode, Nordhausen und auch der Gustav-Adolf-Frauenverein Erfurt. Die Turmuhr schenkte die politische Gemeinde Uder. Die Kanzel und Altarbekleidung ist ein Geschenk des Kirchenkreises Wernigerode. Ein Kreuz schenkte der Kirchenkreis Bad Liebenwerda.

 

Der damalige Superindendent Eiselen von Bad Liebenwerda war als Diakon einige Jahre in Heiligenstadt tätig gewesen und hatte den evangelischen Gottesdienst in Uder eingerichtet. Auch die Evangelische Gemeinde in Heiligenstadt stiftete damals zwei Kirchenfenster und es gab dann noch mehrere Stiftungen von Privatpersonen für die Vervollkommnung der Inneneinrichtung.

 

Heute ist diese Einrichtung der Christuskapelle in Uder noch fast vollständig erhalten und stellt auch eine große Sehenswürdigkeit für Uder dar.